Der ehemalige FDP-Vorsitzende Christian Lindner (FDP) will Ende Mai als Gast am FDP-Bundesparteitag in Berlin teilnehmen. In einem Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" äußerte er sich zudem ausführlich zum innerparteilichen Machtkampf und zur Zukunft der FDP. Lindner sieht die Ursache der aktuellen Krise seiner Partei im langen Festhalten an der Ampel-Koalition nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Haushalt.
Lindner kündigt Teilnahme am Bundesparteitag an
Der frühere FDP-Vorsitzende und Ex-Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) will Ende Mai zum FDP-Bundesparteitag in Berlin kommen. Das bestätigte er der „Neuen Osnabrücker Zeitung“.
Unterstützung für Henning Höne und Wolfgang Kubicki
Im Machtkampf um die künftige Ausrichtung der FDP sprach sich Lindner für eine Zusammenarbeit der Kandidaten Henning Höne und Wolfgang Kubicki aus. „Im Ergebnis braucht es beide“, sagte Lindner der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ auf die Frage, wer die Partei besser aus der Krise führen könne. Der frühere Bundesfinanzminister fügte hinzu, dass man Richtungs- und Machtfragen nicht schwelen lassen dürfe. „Die Voraussetzungen für jedes Comeback sind Klarheit des Angebots und das öffentliche Interesse daran“, erklärte Lindner gegenüber der „Neuen Osnabrücker Zeitung“.
Kritik am Festhalten an der Ampel-Koalition
Lindner hält das lange Festhalten an der Ampel-Koalition nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts 2023 zum Haushalt für die Ursache der Krise seiner Partei. „Der Fehler war aus meiner Sicht, dass wir zu lang nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts versucht haben, doch irgendwie als Ampel weiterzumachen“, sagte Lindner der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Nach Ansicht des Ex-Ministers habe dieser Umstand zu Streit und Stillstand geführt, obwohl die Geschäftsgrundlage für das Bündnis entfallen war. „Der politische Platz für eine liberale Kraft ist jedenfalls unverändert da“, betonte Lindner in dem Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“.
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