In Osnabrück gestalten Künstlerinnen und Künstler wieder Litfaßsäulen im öffentlichen Raum. Die Aktion „kunstsichtbar“ steht in diesem Jahr im Zeichen des Kulturextras „nature.culture.future.“ und des 100-jährigen Jubiläums der Grünen Finger.
Kunst dort, wo sonst Werbung hängt
„kunstsichtbar“ ist zurück: Im Osnabrücker Stadtgebiet gestalten Künstlerinnen und Künstler erneut Litfaßsäulen und machen sie damit zu öffentlich zugänglichen Kunstwerken. Sie besetzen mit ihren Arbeiten einen Raum, der sonst vor allem der Werbung vorbehalten ist, und bringen ihre Themen direkt in den Alltag der Stadtgesellschaft.
In diesem Jahr findet die Aktion im Rahmen des Kulturextras „nature.culture.future.“ statt. Anlass ist das 100-jährige Jubiläum der Grünen Finger in Osnabrück. Die gestalteten Litfaßsäulen sind noch bis zum 2. Juli im öffentlichen Raum zu sehen.
Werke im gesamten Stadtgebiet
An mehreren Orten in Osnabrück sind die künstlerisch gestalteten Litfaßsäulen zu entdecken. In der Alten Poststraße 19 beziehungsweise an der Hackländerstraße ist eine Arbeit von Charlotte Dally zu sehen. Am Berliner Platz, in der Nähe des Goetherings, zeigt Almuth Bennet einen Ausschnitt ihrer künftigen Ausstellung im Stadthaus.
Sherin Ithaiyakumaran präsentiert am Erich-Maria-Remarque-Ring gegenüber der Karlsstraße eine Landschaft mit einem imposanten Wasserfall. Am Goethering beziehungsweise an der Klusstraße ist eine künstlerische Litfaßsäule von Alexej Eisner zu sehen. Ein Gemeinschaftsprojekt von Katrin Lazaruk und Franziska Fritz aus dem studio fritzko befindet sich am Gustav-Heinemann-Platz an der Augustenburger Straße.

Am Goethering/ Klusstraße präsentiert Alexej Eisner eine künstlerische Litfaßsäule. / Foto: Hermann Pentermann
Am Hasetorwall beziehungsweise an der Turnerstraße zeigt Arsentij Pawlow eine Landarbeitsszene. Jens Raddatz ist mit seinem Projekt „#catupyourcity“ am Heger-Tor-Wall beziehungsweise an der Rolandsmauer vertreten. Lothar Nordmann präsentiert in der Iburger Straße, in der Nähe beziehungsweise gegenüber der Spichernstraße, eine Mixed-Media-Arbeit.

Lothar Nordmann präsentiert eine Mixed-Media Arbeit in der Iburger Straße, Nähe, gegenüber der Spichernstraße. / Foto: Hermann Pentermann
Auch in der Martinistraße sind mehrere Werke zu sehen. Henning Bischof zeigt in der Nähe der Straße Am Kirchenkamp sein Werk „Umblättern“ als umlaufende Acrylmalerei. Die Künstlerin Regine Wolff ist an der Martinistraße beziehungsweise am Heger-Tor-Wall mit einer Arbeit zu „nature.culture.future.“ vertreten.
Kerstin Hehmanns Litfaßsäule in der Rehmstraße beziehungsweise am Hoffmeyerplatz beschäftigt sich im Rahmen der Reihe „no country for old trees“ mit den Themen Klimawandel, Nachhaltigkeit und Integration. Mika Springwald zeigt am Schlosswall 8 bis 10, in der Nähe des Schnatgangs, ein Streetart-Werk im Rahmen von „kunstsichtbar“.
Umgesetzt werden konnte das Projekt mit Unterstützung der Firma Ströer.
Kulturextra lädt zum Entdecken der Grünen Finger ein
Das Kulturextra 2026 lädt dazu ein, die Grünen Finger Osnabrücks neu zu entdecken. Sie sollen als Orte der Begegnung, der Erholung, der Kreativität und des gemeinsamen Nachdenkens über die Zukunft erlebbar werden. Die Programm-Broschüre ist ab sofort im Kulturhaus der Stadt Osnabrück an der Marienstraße 5/6 erhältlich. Das Programm sowie weitere Informationen zu allen Veranstaltungen gibt es online.
100 Jahre Grüne Finger in Osnabrück
Die Stadt Osnabrück feiert 2026 das 100-jährige Bestehen der Grünen Finger. Das besondere Freiraumsystem geht maßgeblich auf die Visionen von Stadtbaurat Senator Friedrich Lehmann zurück und prägt bis heute das Stadtbild. Mit einer neuen Charta und darauf aufbauenden Handlungsfeldern stellt die Stadt die Weichen für Schutz, Erhalt und Weiterentwicklung der Grünen Finger. Ziel ist eine klimaresiliente und grüne Stadtentwicklung für die kommenden Jahrzehnte. Weitere Informationen gibt es hier.
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