Teheran spottet über US-Schäden – Kongress beziffert Kriegskosten auf Milliarden.
Der Krieg zwischen den USA und dem Iran belastet die US-Streitkräfte mit hohen Verlusten und enormen Kosten. Wie die „Zeit“ unter Berufung auf ein Kongressbüro berichtet, belaufen sich die monatlichen Ausgaben für den Konflikt auf rund drei Milliarden Dollar. Bis Ende Juli seien bereits 37,5 Milliarden Dollar für den Kriegseinsatz ausgegeben worden, wobei der Großteil auf den Verbrauch weitreichender Waffen entfällt. Verteidigungsminister Pete Hegseth warnte vor „kritischen Defiziten“ bei der Munition und forderte die Freigabe von fast 90 Milliarden Dollar für die Beschaffung von Ersatz. Die Inflation in den USA könnte durch den Konflikt im ersten Quartal des kommenden Jahres um 0,5 Prozentpunkte steigen, so die Einschätzung des Kongressbüros.
Iran verhöhnt US-Verluste im Netz
Irans Außenminister Abbas Araghtschi nutzte die Gelegenheit, um die Verluste der USA auf der Plattform X zu verspotten. Er verwies auf einen Bericht des US-Verteidigungsministeriums, wonach Hunderte Gebäude und Strukturen auf US-Stützpunkten in der Region beschädigt oder zerstört worden seien. Zudem seien Dutzende Kampfjets, Drohnen und andere Fluggeräte der US-Streitkräfte betroffen. Araghtschi bezeichnete die Behauptung, der Iran sei wehrlos, als „Fiktion“. Die Angriffe hätten gezeigt, dass die US-Truppen in mehreren Partnerstaaten wie Kuwait, Bahrain oder Saudi-Arabien verwundbar seien, wie „ad-hoc-news.de“ unter Berufung auf die dpa meldet.
Munitionsmangel schwächt US-Militärstrategie
Ein Bericht der Aufsichtsbehörde des US-Verteidigungsministeriums an den Kongress bestätigt die gravierenden Munitionsengpässe. Demnach habe der Krieg „strategische Bestandslücken“ verursacht, insbesondere bei teuren Abfangflugkörpern wie THAAD- und Patriot-Raketen. Allein bei der Abwehr eines iranischen Angriffs mit rund 20 ballistischen Raketen in Jordanien seien 60 bis 70 Patriot-Abfangraketen und mehr als ein Dutzend THAAD-Raketen verbraucht worden, wie das „Wall Street Journal“ unter Berufung auf US-Beamte berichtet. Die Kosten des Einsatzes bis Ende Juni werden auf 33,4 Milliarden Dollar geschätzt, wobei die verbrauchte Munition mit über 22 Milliarden Dollar den größten Posten ausmacht.
USA warnen vor Drohnenangriffen in Saudi-Arabien
Die USA haben zudem ihre Bürger vor Reisen nach Saudi-Arabien gewarnt. Das Außenministerium begründete dies mit dem „Risiko von Angriffen iranischer Drohnen und Raketen“ auf amerikanische Einrichtungen sowie der Gefahr von Terroranschlägen. Saudi-Arabien selbst meldete den Abschuss einer Huthi-Drohne, die auf die heilige Stadt Mekka zugesteuert habe. Die Huthi-Miliz wies diese Vorwürfe jedoch als „abgedroschene Lüge“ zurück, wie die „Zeit“ weiter berichtet.
Iran beweist Trump falsch – Konflikt eskaliert
Die anhaltenden Kampfhandlungen widerlegen frühere Aussagen von US-Präsident Donald Trump, der den Iran als „wehrlos“ und ohne Führung bezeichnet hatte. Stattdessen zeigt sich, dass der Konflikt die Sicherheitslage im gesamten Nahen und Mittleren Osten prägt und die Stabilität mehrerer Länder in der Region gefährdet. Die Demonstrationen der iranischen Widerstandsfähigkeit und die hohen Materialverluste der USA unterstreichen die Intensität des Konflikts.