Jacob Elordi und Josh Brolin überleben in einer zerstörten Welt – mit Hoffnung und Menschlichkeit.
Ridley Scott, einer der prägendsten Regisseure der Filmgeschichte, kehrt mit „Das Ende der Sterne“ zu seinen Wurzeln zurück. Der 88-Jährige, bekannt für Klassiker wie „Alien“ oder „Blade Runner“, inszeniert diesmal eine postapokalyptische Welt, in der eine tödliche Pandemie 99 Prozent der Menschheit ausgelöscht hat. Wie die Welt berichtet, überzeugen vor allem die Landschaftsaufnahmen und die schauspielerischen Leistungen von Jacob Elordi und Josh Brolin, die als Hig und Bangley ein ungleiches Duo bilden. Die beiden haben sich in einem verlassenen Flugzeughangar in Colorado eingerichtet und kämpfen täglich ums Überleben – zwischen Melancholie und brutaler Realität.
Zwei Überlebende zwischen Western und Apokalypse
Während die Welt von „Das Ende der Sterne“ auf den ersten Blick düster wirkt, betont die taz den gemütlichen Charme der Postapokalypse. Hig, gespielt von Elordi, fliegt mit einer alten Cessna über die verlassenen Landstriche, sammelt Vorräte und besucht regelmäßig das Haus, in dem er einst mit seiner verstorbenen Frau lebte. Sein Partner Bangley (Brolin) verkörpert dagegen den zynischen Überlebenskünstler, der jeden Eindringling als Bedrohung betrachtet. Die Dynamik zwischen den beiden erinnert an klassische Western, was der Film durch seine Inszenierung unterstreicht – etwa wenn Angreifer wie einst Indianerüberfälle auf ein Fort dargestellt werden.
Funkmeldung weckt Hoffnung auf intakte Zivilisation
Die Handlung nimmt eine Wendung, als Hig eine mysteriöse Funkmeldung aus Grand Junction empfängt, wie Prisma.de beschreibt. Getrieben von der Hoffnung auf eine intakte Zivilisation, bricht er auf, um die Quelle des Signals zu finden. Dabei entdeckt er eine versteckte Farm, bewirtschaftet von Cima (Margaret Qualley) und ihrem Vater. Die Begegnung markiert einen Moment der Menschlichkeit in einer sonst von Gewalt und Isolation geprägten Welt. Doch während die taz den Western-Charme des Films lobt, kritisiert sie gleichzeitig die klischeehafte Darstellung der weiblichen Figur Qualley, die kaum mehr als eine pflegende Krankenschwester verkörpert.
Hoffnung und Verlust im leisen Endzeit-Western
Die Quellen sind sich einig, dass „Das Ende der Sterne“ weniger ein klassischer Apokalypse-Thriller als vielmehr eine Reflexion über Hoffnung und Verlust ist. Ridley Scott besinnt sich damit auf seine Stärken: die Darstellung einfacher Menschen in extremen Situationen. Ob der Film jedoch als gelungene Adaption von Peter Hellers Roman gilt, bleibt umstritten. Während die Welt den Film als „leisen Endzeit-Western“ preist, sieht die taz in ihm vor allem eine Hommage an das Western-Genre – mit all seinen Stärken und Schwächen.