41,5 Grad gemessen – DWD prüft neue Rekordwerte
Die aktuelle Hitzewelle in Deutschland hat vorläufig neue Temperaturrekorde gebracht. Wie der Bayerische Rundfunk unter Berufung auf den Deutschen Wetterdienst (DWD) berichtet, wurden am Samstag in Burbach im Saarland 41,5 Grad gemessen. Auch in Andernach (Rheinland-Pfalz) und Genthin (Sachsen-Anhalt) wurden mit 41,1 Grad extrem hohe Werte registriert. Die Daten sind jedoch noch nicht offiziell bestätigt, da die Messstationen zunächst kontrolliert werden müssen.
DWD warnt vor neuer Rekordhitze in Deutschland
Der DWD hatte zuvor bereits die Möglichkeit angedeutet, dass sogar die 42-Grad-Marke geknackt werden könnte. Die bisher höchste in Deutschland gemessene Temperatur lag bei 41,2 Grad, aufgetreten am 25. Juli 2019 in Tönisvorst und Duisburg, wie die Tagesschau berichtet. Zudem wurde der Juni-Rekord von 39,6 Grad aus dem Jahr 2019 in Bernburg (Sachsen-Anhalt) überschritten.
Hitze zerstört Autobahnen und bremst Verkehr aus
Auch die wärmste Nacht seit Messbeginn wurde in Bad Bergzabern (Rheinland-Pfalz) mit 26,2 Grad registriert, wie die Süddeutsche Zeitung mitteilt. Bisheriger Rekordhalter war der Weinbiet in Rheinland-Pfalz mit demselben Wert im Juli 2019. Die anhaltende Hitze führt zu massiven Beeinträchtigungen im Verkehr. Auf mehreren Autobahnen, darunter die A93 in Bayern und die A9 bei Ingolstadt, kam es zu Fahrbahnschäden, Sperrungen und Tempolimits, wie der ADAC und die Autobahn GmbH des Bundes berichten.
Extremtemperaturen überlasten Rettungskräfte
Auch die Deutsche Bahn riet von nicht notwendigen Reisen ab, da die Schieneninfrastruktur unter den Extremtemperaturen leidet. In Nordrhein-Westfalen erreichte die Feuerwehr in Köln ihre Kapazitätsgrenzen, während in Dormagen Bewohner eines Altenheims wegen Hitze evakuiert werden mussten. In München fand trotz der Hitze der Christopher Street Day mit bis zu 500.000 Teilnehmern statt, wobei die Veranstalter zusätzliche Trinkwasserstationen einrichteten. Die Hitzewelle soll am Montag mit Gewittern und einer spürbaren Abkühlung enden, wie der DWD ankündigt.
