Hohe Temperaturen wirken auf Gesundheit und Menstruation. Wetterdienst kündigt Entspannung an.
Die anhaltende Hitzewelle in Deutschland belastet nicht nur den Kreislauf, sondern kann auch den weiblichen Zyklus beeinflussen. Wie der SWR berichtet, lag der durchschnittliche Junitemperaturwert in Rheinland-Pfalz bei Rekordwerten von 20,3 Grad, begleitet von Tropennächten. Meteorologen sprechen ab 30 Grad von Hitzetagen, ab 35 Grad von Wüstentagen, die in der Region immer häufiger aufeinanderfolgen. Die gefühlte Temperatur wird dabei durch Luftfeuchtigkeit, Wind und Wärmestrahlung bestimmt, was die Belastung für den Körper zusätzlich verstärkt.
Hitze verschärft Menstruationsbeschwerden deutlich
Laut der Tagesschau können hohe Temperaturen den Zyklusverlauf verändern und menstruationsbegleitende Symptome verschlimmern. Gynäkologin Alice Höller erklärt, dass Hitzestress die Ausschüttung von Cortisol fördert, was den Zyklus beeinflussen kann. Carmen Seifried, Expertin für Endometriose, betont, dass Hitze die Gefäße erweitert und so bei Betroffenen die Schmerzen verstärken kann. Gleichzeitig können Kreislaufbeschwerden durch die Kombination aus Blutverlust und Hitze zunehmen. Bis zu Temperaturen von etwa 34 Grad lindert Wärme jedoch oft Menstruationsbeschwerden, erst ab 36 Grad wird die Belastung spürbar größer.
Hitzewelle belastet Kliniken und Pflegeheime stark
Der Deutsche Wetterdienst kündigt indes eine spürbare Abkühlung zum Wochenende an, wie die dpa meldet. Bis dahin bleiben die Temperaturen vielerorts bei 36 Grad und darüber. Die Hitze stellt auch Kliniken und Pflegeheime vor Herausforderungen, die Schutzmaßnahmen für Patienten und Bewohner ergreifen müssen. Besonders in Dachgeschosswohnungen und urbanen Gebieten mit hoher Wärmestrahlung von Gebäuden und Asphalt wird die Belastung als drückend empfunden.
Experten geben Tipps gegen Hitze und Zyklusstress
Experten raten, bei Hitze besonders auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten, um Elektrolytverluste auszugleichen. Magnesium, das während der Menstruation ohnehin vermehrt ausgeschieden wird, sollte gezielt zugeführt werden. Auch wasserreiche Lebensmittel wie Melonen oder Gurken können helfen, den Körper zu kühlen. Zudem wird empfohlen, sich in kühlen Räumen aufzuhalten und körperliche Anstrengung zu reduzieren.
