Der reale Umsatz im zulassungspflichtigen Handwerk in Deutschland ist im zweiten Quartal 2026 um 1,4 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum gesunken. Gleichzeitig waren Ende Juni 1,9 Prozent weniger Menschen in diesem Bereich beschäftigt. Das Statistische Bundesamt veröffentlichte die vorläufigen Zahlen am Donnerstag.
Rückgänge in fast allen Gewerken
Im zulassungspflichtigen Handwerk verzeichneten das Ausbaugewerbe, die Handwerke für den gewerblichen Bedarf und das Lebensmittelgewerbe die stärksten realen Umsatzrückgänge mit jeweils 2,4 Prozent. Das Bauhauptgewerbe verlor 1,8 Prozent, die Handwerke für den privaten Bedarf 1,6 Prozent und das Gesundheitsgewerbe 1,0 Prozent. Allein das Kraftfahrzeuggewerbe steigerte seinen Umsatz um 0,4 Prozent.
Beschäftigung geht in allen Gruppen zurück
In allen sieben Gewerbegruppen des zulassungspflichtigen Handwerks sank die Beschäftigung um insgesamt 1,9 Prozent. Besonders betroffen war das Lebensmittelgewerbe mit einem Rückgang von 3,5 Prozent, während das Gesundheitsgewerbe mit 0,8 Prozent den geringsten Verlust verzeichnete.
Auch das zulassungsfreie Handwerk erwirtschaftete 0,8 Prozent weniger Umsatz als im Vorjahresquartal. Hier stiegen nur die Umsätze der Handwerke für den gewerblichen Bedarf um 0,6 Prozent, während die Handwerke für den privaten Bedarf 2,6 Prozent verloren. Die größten Rückgänge gab es im Lebensmittelgewerbe mit 4,5 Prozent und im Bauhauptgewerbe mit 4,1 Prozent.