Die Deutsche Zoll- und Finanzgewerkschaft (BDZ) und der Bundesverband der Tabakwirtschaft und neuartiger Erzeugnisse (BVTE) warnen vor einem wachsenden Schwarzmarkt für Tabak- und Nikotinprodukte. Beide Organisationen sehen insbesondere bei Nikotinerzeugnissen einen dynamisch zunehmenden illegalen Handel, der sich nur schwer erfassen lässt.
Schwarzmarkt wächst, bleibt aber weitgehend im Dunkeln
Der Schwarzmarkt für Nikotinerzeugnisse wachse dynamisch, bleibe jedoch größtenteils im Dunkeln, da es keine belastbare Gesamtstatistik gebe, teilten BDZ und BVTE am Dienstag in Berlin mit. Ein erheblicher Teil des Handels verlaufe über Onlinebestellungen und Kleinsendungen, was die statistische Erfassung erschwere. Seriöse Hochrechnungen zum tatsächlichen Gesamtmarkt seien daher derzeit nicht möglich.
Belastung für Zoll und Steuerzahler
Thomas Liebel
BVTE kritisiert politische Entscheidungen
Der BVTE warnte vor einer Sonderkonjunktur für die organisierte Kriminalität durch politische Fehlentscheidungen. "Der Staat muss sich darauf konzentrieren, die schon heute geltenden Verbote bei E-Zigaretten effektiver durchzusetzen, anstatt ständig über neue Verbote nachzudenken, die dann auch mangelhaft durchgesetzt werden und nur den illegalen Handel befeuern", sagte BVTE-Hauptgeschäftsführer Jan Mücke.
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