Die AfD bleibt in der aktuellen Forsa-Umfrage mit 27 Prozent stärkste Kraft, während die Union auf 20 Prozent fällt – ihr schlechtester Wert seit Oktober 2021. Die Grünen erreichen mit 18 Prozent ihren besten Stand seit April 2023. Die Zufriedenheit mit Bundeskanzler Friedrich Merz sinkt auf einen neuen Tiefpunkt.
Parteipräferenzen und Nichtwähleranteil
Laut dem aktuellen "Trendbarometer", für das im Zeitraum vom 8. bis 14. September 2.502 Personen befragt wurden, verlieren AfD und CDU/CSU jeweils einen Prozentpunkt. Die AfD liegt weiterhin mit 27 Prozent vor der Union, die auf 20 Prozent fällt. Die Grünen legen um zwei Punkte auf 18 Prozent zu, ihr bester Wert seit April 2023. Die Linke gewinnt einen Punkt und liegt mit 12 Prozent gleichauf mit der SPD. FDP und BSW bleiben unverändert bei vier bzw. drei Prozent.
Der Anteil der Nichtwähler und Unentschlossenen beträgt 26 Prozent und liegt damit weiterhin über dem Wert der Bundestagswahl 2025 von 17,9 Prozent.
Themeninteresse und Problemlösungskompetenz
Die Landtagswahlen in Ostdeutschland, insbesondere der Wahlausgang in Sachsen-Anhalt, dominieren mit 60 Prozent das Themeninteresse der Bundesbürger. Es folgen die Arbeit der Bundesregierung (22 Prozent) und die wirtschaftliche Lage (21 Prozent). Der Krieg in der Ukraine wird von 15 Prozent genannt, Rechtsradikalismus von 11 Prozent und der Nahost-Konflikt von zehn Prozent.
Bei der Frage, welcher Partei die Befragten am ehesten zutrauen, die Probleme in Deutschland zu lösen, liegt die AfD unverändert mit 13 Prozent vorne. Die Union verliert einen Punkt auf 11 Prozent, die Grünen kommen auf acht Prozent, SPD und Linke auf jeweils fünf Prozent. 55 Prozent glauben, dass keine Partei die Probleme lösen kann.
Zufriedenheit mit Merz und wirtschaftliche Erwartungen
Die Zufriedenheit mit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sinkt auf einen neuen Tiefstand: Nur noch zehn Prozent sind zufrieden, 88 Prozent unzufrieden – der niedrigste Wert, den Forsa für ihn gemessen hat. Selbst unter CDU/CSU-Anhängern überwiegt mit 57 Prozent die Unzufriedenheit (42 Prozent zufrieden). Merz wird damit schlechter bewertet als sein Vorgänger Olaf Scholz an dessen Tiefpunkt im Juli 2024 (23 Prozent zufrieden, 76 Prozent unzufrieden).
Die Erwartungen an die wirtschaftliche Entwicklung bleiben mehrheitlich pessimistisch, verbessern sich aber leicht: 16 Prozent rechnen mit einer Besserung (ein Punkt mehr als in der Vorwoche), 63 Prozent mit einer Verschlechterung (nach 65 Prozent). 21 Prozent erwarten keine Veränderung. Der errechnete Index steigt von minus 50 auf minus 47 Punkte.