Die Stimmung im deutschen Wohnungsbau hat sich im August deutlich verbessert. Das Geschäftsklima des Ifo-Instituts stieg von -29,0 auf -22,7 Punkte, getrieben von optimistischeren Erwartungen der Unternehmen.
Erwartungen steigen, Auftragslage bleibt schwach
Der Indikator für die Erwartungen kletterte von -35,6 auf -23,3 Punkte. Die aktuelle Geschäftslage blieb dagegen unverändert und ist weiterhin von Unzufriedenheit geprägt. "Die Unternehmen sehen zunehmend Licht am Ende des Tunnels", sagte Klaus Wohlrabe, Leiter der Ifo-Umfragen. „Die steigenden Baugenehmigungen nähren die Hoffnung, dass sich die Auftragslage in den kommenden Monaten belebt.“
Materialengpässe gehen zurück, Aufträge fehlen
Trotz der verbesserten Stimmung ist in den Auftragsbüchern noch wenig davon zu spüren: Der Anteil der Unternehmen mit Auftragsmangel blieb bei 41,3 Prozent. 13,4 Prozent meldeten abgesagte Projekte. Dagegen sanken die Materialengpässe: Nur noch 2,9 Prozent der Unternehmen berichteten im August über Knappheiten bei Vorprodukten, nach 8,5 Prozent im Juli.
"Die bessere Stimmung ist bislang vor allem ein Vorschuss auf die Zukunft", sagte Wohlrabe. "Für eine nachhaltige Erholung müssen aus den genehmigten Projekten nun auch konkrete Aufträge werden."