Forsa-Chef Manfred Güllner erwartet nach dem Wahlsieg des Grünen-Spitzenkandidaten Cem Özdemir in Baden-Württemberg keine neue Flügeldebatte bei den Grünen. Aus seiner Sicht handelt es sich um eine Landtagswahl, die nur begrenzt Rückschlüsse auf die bundespolitische Lage zulässt, und bei der vor allem pragmatische Personen im Vordergrund stehen sollten.
Keine neue Flügeldebatte erwartet
Manfred Güllner
Besondere Wählerschaft der Grünen
Güllner verweist zudem auf die Zusammensetzung des Grünen-Elektorats. „Die Grünen geben sich links, sie haben aber eine ganz besondere Wählerschaft aus den oberen Bildungs- und Einkommensschichten“, so Güllner laut „Rheinischer Post“. „Das ist nicht vergleichbar mit der Linken. Es kommt deshalb nicht auf Links oder Mitte an, sondern darauf, bundesweit mit geeigneten Personen für eine pragmatische Politik zu sorgen“, sagte er der Zeitung.
Özdemir in den Fußstapfen Kretschmanns
Mit Blick auf die Wahl von Cem Özdemir zog Güllner Parallelen zu früheren Entwicklungen in Baden-Württemberg. „2011 dachte man, die Wahl von Kretschmann sei ein Betriebsunfall gewesen – aber dann war man mit ihm extrem zufrieden. Özdemir tritt nun in seine Fußstapfen, wie er es machen wird, wird sich aber noch zeigen“, sagte er der „Rheinischen Post“.
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