Die Bundesregierung hat im ersten Halbjahr 2026 Rüstungsexporte im Wert von rund 13,87 Milliarden Euro genehmigt. Nach Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums entfällt ein erheblicher Teil davon auf Kriegswaffen, zudem ist die Ukraine wichtigstes Empfängerland. Insgesamt wurden Lieferungen in EU-, Nato- und sogenannte Nato-gleichgestellte Staaten sowie in verschiedene Drittländer bewilligt.
Rund 13,87 Milliarden Euro an Genehmigungen
Im ersten Halbjahr 2026 hat die Bundesregierung nach vorläufigen Angaben Genehmigungen für die Ausfuhr von Rüstungsgütern im Gesamtwert von rund 13,87 Milliarden Euro erteilt. Das teilte das Bundeswirtschaftsministerium am Mittwoch mit.
Vom Genehmigungswert entfallen anteilig rund 9,6 Milliarden Euro auf Kriegswaffen und rund 4,3 Milliarden Euro auf sonstige Rüstungsgüter. Rund 12,8 Milliarden Euro entfallen auf erteilte Einzelausfuhrgenehmigungen und rund 1,1 Milliarden Euro auf Meldewerte zu Allgemeinen Genehmigungen.
Ukraine wichtigstes Empfängerland
Für die Ukraine wurden Rüstungsexporte im Gesamtwert von rund 2,5 Milliarden Euro genehmigt, wie das Bundeswirtschaftsministerium weiter mitteilte. Weitere rund 2,5 Milliarden Euro an Rüstungsexportgenehmigungen wurden für die Ukraine zur militärischen Unterstützung ihrer Selbstverteidigung gegen den völkerrechtswidrigen russischen Angriffskrieg erteilt, hieß es. Die Ukraine ist damit sowohl das Drittland mit dem höchsten Genehmigungswert als auch insgesamt das Land mit dem höchsten Genehmigungswert.
Zu den weiteren Hauptempfängerländern zählen den Angaben zufolge die USA, die Niederlande, Tschechien, Litauen, Israel, Lettland, Norwegen, Estland und Slowenien.
EU-, Nato- und Drittländer
Für Lieferungen in EU-, Nato- und Nato-gleichgestellte Länder gab es Genehmigungen für Rüstungsgüter in Höhe von fast 9 Milliarden Euro. Für Drittländer insgesamt, einschließlich der Ukraine, wurden Genehmigungen in Höhe von rund 4,9 Milliarden Euro erteilt.
