Die Deutsche Marine hält das Minensuchboot „Fulda“ für einen möglichen Einsatz in der Straße von Hormus weiter in Bereitschaft. Das Schiff ist vor rund drei Wochen ins Mittelmeer verlegt worden und befindet sich inzwischen im östlichen Mittelmeer, wo es auf weitere Befehle wartet. Parallel bereitet die Marine gemeinsam mit dem Versorgungsschiff „Mosel“ einen möglichen Einsatz im Persischen Golf vor.
„Fulda“ im östlichen Mittelmeer in Bereitschaft
Fregattenkapitän Inka von Puttkamer, Kommandeurin des 3. Minensuchgeschwaders, sagte dem Magazin Politico, das Minensuchboot „Fulda“ sei vor rund drei Wochen ins Mittelmeer verlegt worden. Mittlerweile sei das Schiff im östlichen Mittelmeer angekommen und warte dort auf weitere Befehle (Politico).
Für die Marine hätten sich die Prioritäten verschoben. „Die höchste Priorität hat jetzt die Straße von Hormus“, sagte von Puttkamer dem Magazin Politico. Die „Fulda“ sei aus dem ständigen Nato-Verband in Nord- und Ostsee herausgelöst und stattdessen in einen Verband im Mittelmeer integriert worden. Der Nato-Beitrag bleibe am Ende der gleiche, aber in einer anderen Region, erklärte sie gegenüber Politico.
Vorbereitung auf möglichen Einsatz im Persischen Golf
Parallel bereite die Marine einen möglichen Einsatz im Persischen Golf vor. Die „Fulda“ treffe dafür auf den Tender „Mosel“, ein Versorgungsschiff, das aus der Ägäis-Mission abgezogen worden sei, sagte von Puttkamer Politico. Die beiden Schiffe würden nun eine Vorbereitungsphase durchführen.
Geplant seien Drohnenabwehr- und Schießübungen sowie die Integration zusätzlichen Spezialpersonals und neuer Unterwasserdrohnen, so von Puttkamer gegenüber Politico. Danach könnten die Schiffe durch den Suezkanal transitieren und ins Einsatzgebiet verlegen.
Multinationaler Rahmen unter britisch-französischer Führung
Ein möglicher Einsatz würde nach den Angaben von von Puttkamer im multinationalen Rahmen erfolgen. „Die Planungen liefen mit großer Wahrscheinlichkeit unter Führung der Briten und Franzosen“, sagte sie dem Magazin Politico. Die Weiterfahrt vom Mittelmeer in den Persischen Golf würde weitere zwei bis drei Wochen dauern.
Deutschland würde in einem solchen Einsatz seine Minenabwehrfähigkeiten einbringen, erklärte von Puttkamer Politico zufolge.
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