Die Erdgasförderung in Deutschland ist im Jahr 2025 erstmals seit mehr als zwei Jahrzehnten nicht weiter gesunken. Laut Jahresbericht des Niedersächsischen Landesamts für Energie (LBEG) legte die heimische Förderung leicht zu, während die Erdölförderung weiter zurückging. Das Arbeitsgasvolumen der Untertage-Erdgasspeicher erhöhte sich ebenfalls geringfügig.
Leichtes Plus bei der Erdgasförderung
Die Erdgasförderung in Deutschland ist im vergangenen Jahr erstmals seit mehr als zwei Jahrzehnten nicht gesunken. Das Niedersächsische Landesamt für Energie (LBEG) legte am Freitag seinen Jahresbericht für 2025 vor, demzufolge die heimische Förderung leicht gestiegen ist.
Nach Angaben des LBEG wurden im Jahr 2025 in Deutschland 4,5 Milliarden Kubikmeter Rohgas in Feldesqualität gefördert. Dies entspricht einem Anstieg von zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr. LBEG-Präsident Carsten Mühlenmeier sagte, seit 2003 habe man einen stetigen Rückgang der Erdgasförderzahlen gesehen, nun sei es das erste Mal, dass ein leichtes Plus verzeichnet werde. Rund vier Prozent der heimischen Förderung entfallen auf das Feld N05-A in der Nordsee, das 2025 neu in die Statistik aufgenommen wurde.
Rückgang bei Erdöl setzt sich fort
Die Erdölförderung in Deutschland war dagegen weiter rückläufig. Sie sank um rund 4,2 Prozent auf 1,6 Millionen Tonnen, wie aus dem Jahresbericht des LBEG hervorgeht. Bei beiden Rohstoffen konnten die entnommenen Fördermengen zu rund zwei Dritteln durch neu ausgewiesene Reserven ausgeglichen werden.
Die sicheren und wahrscheinlichen Erdgasreserven gingen um 4,1 Prozent auf 33,3 Milliarden Kubikmeter zurück, die Erdölreserven sanken um 2,4 Prozent auf 20,7 Millionen Tonnen. Das technisch nutzbare Arbeitsgasvolumen der Untertage-Erdgasspeicher stieg leicht auf 22,7 Milliarden Kubikmeter.
