Der Dax hat am 18. September 2026 zum Wochenausklang deutlich an Wert verloren. Zum Xetra-Handelsschluss stand der Index bei 25.304 Punkten, ein Minus von 1,6 Prozent gegenüber dem Vortag. Nach einem schwachen Start weiteten sich die Verluste im Tagesverlauf weiter aus.
Analyst: Energiepreise belasten die Börse
Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst von CMC Markets, kommentierte: „Kurz vor dem Wochenende ist den Anlegern am deutschen Aktienmarkt die Puste ausgegangen“ Er sagte: „Vor allem die Autobauer und die Indexschwergewichte SAP und Deutsche Telekom zogen den Leitindex heute nach unten.“
Die am Morgen veröffentlichten deutschen Erzeugerpreise lieferten Lipkow zufolge wenig Argumente für Aktienkäufe. Er erklärte: "Der stärker als erwartete Preisauftrieb bestätigt, dass die lange Phase hoher Energiepreise ihre Spuren in der deutschen Wirtschaft hinterlässt". "Sinkende Ölpreise sorgen zwar aktuell für Entlastung, ihre positive Wirkung kommt aber mit Verzögerung in der Wirtschaft an. Die heutigen Erzeugerpreise sind damit noch einmal eine Rechnung für die hohen Energiepreise der vergangenen Monate."
Inflationsangst prägt Handelsgeschehen
Inflationsangst bestimmte weiter das Handelsgeschehen, wie Lipkow erläuterte. "Die Notenbanken haben die Inflation zu ihrem gemeinsamen Gegner erklärt, können aber die Ursache steigender Energiekosten nicht beeinflussen. Genau darin liegt das größte Risiko für die Börsen: Je länger die Ölpreise auf hohem Niveau verharren, desto schwieriger wird der Spagat der Notenbanken zwischen Inflationsbekämpfung und konjunktureller Stabilität."
Bis kurz vor Handelsschluss standen nur die Papiere von Infineon, Hochtief und Rheinmetall im Plus. Schlusslicht waren die Aktien von Mercedes-Benz, Deutscher Telekom und Volkswagen.
Energiemärkte im Blick
Unterdessen stieg der Gaspreis: Eine Megawattstunde zur Lieferung im Oktober kostete 80 Euro, fünf Prozent mehr als am Vortag. Das impliziert einen Verbraucherpreis von mindestens rund 13 bis 15 Cent pro Kilowattstunde inklusive Nebenkosten und Steuern, sollte das Preisniveau dauerhaft so bleiben.
Der Ölpreis sank hingegen leicht: Ein Fass Brent kostete gegen 17 Uhr deutscher Zeit 104,60 US-Dollar, 0,2 Prozent weniger als am Vortag. Der Goldpreis stieg auf 4.355 US-Dollar pro Feinunze (+0,4 Prozent), was 122,11 Euro pro Gramm entspricht. Der Euro notierte bei 1,1465 US-Dollar, ein Dollar war für 0,8722 Euro zu haben.