Der Dax hat den Handel am Dienstag mit leichten Abschlägen begonnen. Der Leitindex lag am Morgen knapp unter dem Vortagesschluss und bewegte sich damit in der Nähe seines jüngsten Rekordhochs. Gleichzeitig dämpfen nachlassende Umsätze und Sorgen vor einer möglichen Korrektur bei Technologieaktien die Stimmung an den Finanzmärkten.
Leichte Verluste zum Handelsstart
Der Dax ist am Dienstag mit leichten Verlusten in den Handelstag gestartet. Gegen 9:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 25.805 Punkten berechnet, 0,1 Prozent unter dem Schlussniveau vom Vortag. An der Spitze der Kursliste rangierten Beiersdorf, die Münchener Rück und SAP, am Ende Siemens Energy, Infineon und Hochtief.
Jochen Stanzl, Chefmarktanalyst der Consorsbank, verwies auf eine spürbare Beruhigung am Aktienmarkt. „Auf dem Frankfurter Parkett macht sich langsam aber sicher eine sommerliche Pause bemerkbar und damit wachsen auch die Zweifel an der Nachhaltigkeit des gerade erst erreichten neuen Rekordhochs im Dax“, sagte Stanzl der Consorsbank zufolge. „Schwindende Handelsumsätze und zunehmende Angst vor einer KI-Korrektur belasten die Stimmung.“
Zweischneidiges Schwert Technologiewerte
Fallende Kurse bei Technologieaktien seien für den Dax ein zweischneidiges Schwert, so Stanzl. „Einerseits könnte der Dax in Sippenhaft der Verkäufer genommen werden, wenn die Tech-Kurse allzu schnell zurückkommen sollten. Andererseits könnte der Dax davon profitieren, dass Anleger ihre Tech-Kursgewinne der vergangenen Monate dadurch zu sichern versuchen, dass sie ihre Portfolios breiter streuen, wovon der Dax profitieren könnte.“ Welcher der beiden Effekte überwiege, sei allerdings unklar. „Was bleibt, ist die Angst, dass der Dax sein neues Rekordhoch kurzfristig vielleicht nicht verteidigen kann und wieder zurückfällt.“
Euro leicht schwächer, Ölpreis deutlich höher
Die europäische Gemeinschaftswährung war am Dienstagmorgen etwas schwächer: Ein Euro kostete 1,1431 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8748 Euro zu haben.
Der Ölpreis stieg unterdessen deutlich: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 9 Uhr deutscher Zeit 72,94 US-Dollar; das waren 95 Cent oder 1,3 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.
