Der Dax hat am Dienstag seine Gewinne aus dem frühen Handel bis zur Mittagszeit verteidigt und notierte weiter deutlich im Plus. Der Leitindex hielt sich in Reichweite seines Rekordhochs, während einzelne Technologiewerte die Kursliste anführten. Zugleich blieben der Nahostkonflikt und die Entwicklung am Ölmarkt zentrale Einflussfaktoren für die Anlegerstimmung.
Gegen 12:30 Uhr wurde der Dax mit rund 25.260 Punkten berechnet und lag damit 1,0 Prozent über dem Schlussniveau vom Vortag. An der Spitze der Kursliste rangierten Infineon, Scout24 und Zalando, am Ende Bayer, Heidelberg Materials und die Hannover Rück.
Analyst sieht „bullische Flagge“ im Dax
Jochen Stanzl, Chefmarktanalyst der Consorsbank, sprach von einer fortgesetzten Aufwärtsbewegung des Leitindex. „Der Dax konsolidiert in Tuchfühlung mit dem Rekordhoch in einer bullischen Flagge, und Anleger setzen auf einen Ausbruch nach oben“, sagte Stanzl laut Consorsbank. Abermals seien Anleger nach dem Kursrückgang gestern bereit gewesen, bei nachgebenden Kursen wieder einzusteigen. „Seit gut einer Woche sehen wir einen bullischen Druckaufbau, der sich nach oben entladen könnte. Solange die Käufer den Dax verteidigen, könnte ein Ausbruch auf neue Rekordstände bevorstehen.“
Risikoliste der Anleger und Nahostkonflikt
Zugleich verwies Stanzl auf anhaltende geopolitische Risiken. „Wie die Volatilität im Dax in den vergangenen 24 Stunden allerdings zeigt, steht der Nahostkonflikt auf der Risikoliste der Anleger weiterhin an erster Stelle“, so Stanzl. Bei allem Vor und Zurück in den Verhandlungen, an das sich die Anleger zunehmend gewöhnt hätten, gehe es für die Märkte im Kern nach wie vor um den Zeitpunkt der Wiedereröffnung der Straße von Hormus. „Je später dies geschieht, desto gravierender werden die Auswirkungen auf die Weltwirtschaft.“
Euro fester, Ölpreis gibt nach
Die europäische Gemeinschaftswährung zeigte sich am Dienstagmittag etwas fester. Ein Euro kostete 1,1643 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8589 Euro zu haben.
Der Ölpreis gab im Verlauf nach. Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 12 Uhr deutscher Zeit 94,04 US-Dollar; das waren 94 Cent oder 1,0 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.
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