Der Dax hat am Montag weiter an Wert verloren und notierte mittags 0,9 Prozent unter dem Freitagsschluss. Gleichzeitig stieg der Ölpreis der Sorte Brent um 3,8 Prozent auf 91,42 US-Dollar. Analyst Andreas Lipkow sieht die Gründe in steigenden Energiepreisen und einer möglichen Zinserhöhung der US-Notenbank.
Analyst: Öl und Zinserwartungen belasten Dax
"Die Kombination aus wieder leicht steigenden Ölpreisen und einer höheren Wahrscheinlichkeit einer Fed-Zinserhöhung schon in gut zwei Wochen hat jetzt auch dem Dax auf seinem Rekordlauf ein Bein gestellt", sagte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst von CMC Markets.
Handelsvolumen und Sektoren im Fokus
"Das Handelsvolumen ist in den vergangenen Tagen mit steigenden Kursen mitgestiegen, was die Kaufbereitschaft der Investoren untermauert. Der heutige Tag zeigt sich zwar schwächer, wird jedoch nicht von einem steigenden Handelsvolumen begleitet, sodass die aktuellen Kursbewegungen als gesunde Konsolidierung betrachtet werden können."
"Auf der Gewinnerseite zeigen sich zum Wochenstart die Aktien von Continental, VW und BASF, was für eine weitere Fokussierung auf die zyklischen Sektoren spricht", so Lipkow. Weniger gefragt sind dagegen die klassischen KI-Profiteure wie Siemens Energy und Hochtief.
Naher Osten und Konjunkturdaten im Blick
"Die Anleger beobachten die Lage im Nahen Osten und deren Abstrahleffekte über die anziehenden Energiepreise." Noch sei kein Stimmungsumschwung zu erkennen und die zuletzt positiven Konjunkturdaten stützten das Umfeld für deutsche Standardwerte. "Interessant werden im heutigen Handelsverlauf in diesem Zusammenhang die anstehenden Verbraucherpreise".
Die europäische Gemeinschaftswährung war am Montagnachmittag etwas stärker: Ein Euro kostete 1,1600 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8621 Euro zu haben. Der Ölpreis stieg unterdessen stark: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 12 Uhr deutscher Zeit 91,42 US-Dollar; das waren 3,8 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.