Der Dax hat sich am Donnerstag nach einem freundlichen Start bis zum Mittag weiter im Plus gehalten, blieb jedoch unter dem Vortagesschluss. Belastet wurde der Leitindex vor allem von schwachen Halbleiterwerten, während vor allem Aktien aus den Bereichen Software, Cloud, Pharma und Immobilien gefragt waren.
Dax behauptet sich im Feiertagshandel
Gegen 12:30 Uhr wurde der Dax mit rund 24.915 Punkten berechnet und lag damit 0,5 Prozent unter dem Schlussniveau vom Vortag. Der Handel verlief in einem insgesamt ruhigen Umfeld.
Andreas Lipkow, Chefmarktanalyst von CMC Markets, beobachtete einen klaren Fokus der Anleger auf einzelne Werte: „Die Marktteilnehmer fokussieren sich im dünnen Feiertagshandel auf die Aktien von SAP, Airbus und Scout 24“, sagte Lipkow. „Die Investoren haben noch nicht die Flinte ins Korn geworfen und setzen nach den Halbleiteraktien auf die Renaissance der Cloud-Anbieter und Softwareunternehmen.“ Der Handel sei allgemein von viel Vorsicht geprägt, und so verwundere es nach seinen Worten auch nicht weiter, dass sich die Vertreter aus den Bereichen Pharma und Immobilien ebenfalls auf der Gewinnerseite wiederfinden.
Schwache Halbleiter, stabile Konsumdaten
Abgeschlagen auf dem letzten Platz im Dax befanden sich am Donnerstagmittag die Aktien von Infineon. „Die Halbleiterbranche leidet am Donnerstag unter den schwachen Quartalszahlen des US-Unternehmens Broadcom“, so Lipkow.
Auch von der Konjunkturseite kamen nur verhaltene Impulse. Der Einzelhandelsumsatz in der Eurozone ist im April im Vergleich zum Vormonat erneut um 0,4 Prozent gesunken, erwartet wurde lediglich ein Rückgang von 0,3 Prozent. „Damit setzt sich die erkennbare Konsumzurückhaltung weiter fort“, sagte der Analyst.
Währungen und Rohstoffe in Bewegung
Die europäische Gemeinschaftswährung zeigte sich am Donnerstagmittag fester. Ein Euro kostete 1,1628 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8600 Euro zu haben.
Der Ölpreis sank unterdessen deutlich. Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 12 Uhr deutscher Zeit 96,35 US-Dollar; das waren 146 Cent oder 1,5 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.