Das Sonnendeck in der Lohstraße in der Osnabrücker Altstadt ist Kult. Nach 21 Jahren hat Patrick Stratmann den Betrieb übernommen. Trotz neuer Pläne soll der bekannte Name bleiben. Stratmann möchte an die Geschichte des Clubs anknüpfen und mit neuem Sound und eigenen Ideen frischen Wind in die Location bringen.
DJ-Pult steht jetzt woanders
Am ersten Septemberwochenende startete Patrick Stratmann mit dem Sonnendeck in eine neue Ära. Zuvor hatte er den Club innerhalb von knapp acht Wochen etwas umgebaut. Stammgäste dürften sich dennoch weiterhin gut zurechtfinden. Die größte Veränderung: Das DJ-Pult steht jetzt gegenüber der Bar.
Vieles hat Stratmann vom bisherigen Betreiber übernommen. Die Bar und das Getränkeangebot bleiben weitestgehend unverändert, zu den Toiletten geht es nach wie vor über die enge Wendeltreppe und auch das Einlasskonzept mit Bezahlkarte bleibt bestehen.

Einblick in das neue Sonnendeck: Hier der der Osnabrück Rave Party. / Foto: Sonnendeck
Zudem sind Teile des bisherigen Teams weiterhin dabei. Für die Clubnächte sucht Stratmann auch weitere personelle Unterstützung. Bewerbungen können unkompliziert über Instagram oder per Mail geschickt werden.
Im Sonnendeck gibt’s jetzt Techno
Geöffnet ist das Sonnendeck weiterhin dienstags, freitags und samstags. Zusätzlich nimmt Stratmann den Donnerstag ins Programm. „Mit den Öffnungszeiten wollen wir insbesondere auch Studierende ansprechen – willkommen sind im neuen Sonnendeck ausdrücklich alle!“, erklärt er.
Musikalisch liegt der Schwerpunkt künftig auf elektronischer Musik. Dennoch möchte Stratmann ein breites Spektrum abdecken. Er selbst ist seit Jahren als DJ aktiv und hat unter anderem das Kollektiv Gleis mit aufgebaut. Im Sonnendeck sollen künftig unterschiedliche Kollektive und regionale DJs auflegen. Durch seine Kontakte nach Berlin möchte er auch überregionale Acts nach Osnabrück holen. Die jeweiligen Veranstaltungen werden über Instagram angekündigt.
Fokus auf Kultur und Begegnung
Langfristig möchte Stratmann das Sonnendeck nicht nur als Club, sondern auch als Ort für Kultur und Begegnung etablieren. Neben Partys kann er sich deshalb auch Kulturabende vorstellen. Gleichzeitig möchte er die lokale Szene der elektronischen Musik stärker miteinander vernetzen.
„Ich plane ein Label zu gründen und auch DJ-Workshops anzubieten. Ich wünsche mir, dass im Sonnendeck Künstler aus verschiedenen Kollektiven und Personen, die einfach Bock haben, zusammenkommen und etwas Tolles entsteht!“, so Stratmann.
Café und Spielplatz bei Tag
Auch für den Außenbereich hat der neue Betreiber bereits Ideen. Im Hinterhof des Sonnendecks befinden sich derzeit noch Parkplätze. Langfristig schwebt Stratmann allerdings eine andere Nutzung vor: „Ich würde gerne ein Café aufmachen und dem Sonnendeck auch am Tag Leben einhauchen. Außerdem würde ich gerne den angrenzenden Spielplatz aufwerten. So wie er ist, kann man das kaum einen Spielplatz nennen.“

Das Sonnendeck in der Lohstraße hat Kult. Der neue Betreiber Patrick Stratmann hält an dem Namen fest. / Foto: Sonnendeck
Erfolgreicher Start im September
Nach dem ersten Monat zieht Stratmann eine positive Bilanz: „Wir haben die ersten Gesichter häufiger gesehen, hatten mehrfach ausverkauftes Haus und coole Nächte!“ So soll es aus seiner Sicht auch in den kommenden Monaten weitergehen.
Insbesondere das Angebot für FLINTA-Personen und die queere Community möchte er künftig weiter ausbauen: „Das Sonnendeck soll ein Safe Space für alle sein. Ich sehe es als meine Aufgabe, ein Angebot für alle zu schaffen und stelle mich deshalb selbst mit Musik und Veranstaltungen divers auf.“
Mehr Nachrichten aus der Region?
➡️ Alle aktuellen Artikel zu Osnabrück - Altstadt finden Sie hier.