Die CDU ruft ihre bundesweit rund 350.000 Mitglieder zu einem konzentrierten Wahlkampfeinsatz in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin auf. Ein internes Schreiben aus dem Konrad-Adenauer-Haus, über das der "Spiegel" berichtet, sieht vor allem einen intensiven Haustürwahlkampf in Sachsen-Anhalt vor, um den Vorsprung der AfD in den Umfragen aufzuholen.
Bundesweite Mobilisierung für drei Wahlkämpfe
Die CDU will ihre Mitglieder in ganz Deutschland für den anstehenden Wahlkampf in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin aktivieren. Das berichtet der „Spiegel“ unter Berufung auf ein internes Schreiben der Parteizentrale im Konrad-Adenauer-Haus. Der bislang als beispiellos beschriebene Aufruf zielt vor allem darauf ab, in Sachsen-Anhalt durch einen intensiven Haustürwahlkampf die Umfragewerte zu verbessern und den Vorsprung der AfD aufzuholen.
In dem Schreiben appelliert das Team von Carsten Linnemann und Christina Stumpp laut „Spiegel“ direkt an die Parteibasis: „Sorgen Sie gemeinsam mit anderen Freiwilligen dafür, dass die CDU stark abschneidet.“ Weiter heißt es in dem Aufruf: „Unterstützen Sie im Wahlkampfbus, vor Ort in den Wahlkampfzentralen oder bei Aktionen in den Regionen.“ Jede helfende Hand sei wichtig, ob Student in den Semesterferien, Rentner oder Berufstätiger im Urlaub, zitierte der „Spiegel“ aus dem Schreiben.
Haustürwahlkampf mit Freiwilligen aus den Landesverbänden
Teil der Kampagne ist nach den Informationen des „Spiegel“ auch ein Flugblatt, in dem die Parteizentrale beschreibt, was die Freiwilligen im Wahlkampfeinsatz erwartet. Demnach sollen je drei Freiwillige aus einem Landesverband in Sachsen-Anhalt gemeinsam Klinken putzen. Ein Führerschein der Klasse B für die Fahrt und Betreuung eines Bullis sei wünschenswert, schreibt das Konrad-Adenauer-Haus laut „Spiegel“.
Idealerweise sollen CDU-Mitglieder für einen Block von zwei Wochen in den Wahlkampf gehen, heißt es weiter. Auch ein einwöchiger Einsatz sei möglich. Während dieser Zeit sollen die Freiwilligen Wahlkampfstände aufbauen, Veranstaltungen koordinieren, Flugblätter verteilen und an Haustüren klingeln. Es gehe darum, mit Bürgern ins Gespräch zu kommen, berichtet der „Spiegel“ unter Berufung auf die Unterlagen der Parteizentrale.
Einsatz an Wahlkampfständen und in Wahlkampfzentralen
Die Parteizentrale verweist dem Bericht zufolge darauf, dass die Unterstützung an verschiedenen Orten und in unterschiedlichen Funktionen erfolgen kann. Vorgesehen ist demnach der Einsatz im Wahlkampfbus, vor Ort in den Wahlkampfzentralen oder bei regionalen Aktionen. Die Freiwilligen sollen dazu beitragen, die organisatorische Arbeit in den Wahlkreisen zu verstärken, Wahlkampfstände zu betreuen, Veranstaltungen vorzubereiten und durch direkte Ansprache der Bürger an der Haustür für die CDU zu werben.
Der „Spiegel“ hebt hervor, dass der Aufruf aus dem Konrad-Adenauer-Haus als bislang beispiellos gilt, sowohl in seiner bundesweiten Ausrichtung als auch in der Intensität des geplanten Haustürwahlkampfs, insbesondere in Sachsen-Anhalt. Ziel der Aktion sei es, mit einem verstärkten persönlichen Einsatz vor Ort die Ausgangslage der Partei in den betroffenen Wahlkämpfen zu verbessern.
