Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) sieht trotz umgeleiteter Öltanker keine Gefahr für die Energieversorgung in Europa. Deutschland und Europa seien bei wichtigen Energieträgern ausreichend versorgt, betonte sie in einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin „Focus“.
Trotz Berichten, wonach erste Öltanker auf dem Weg nach Europa umgekehrt sind, um stattdessen andere Ziele anzusteuern, rechnet Katherina Reiche (CDU) nicht mit Engpässen bei der Energieversorgung. „Die Versorgung mit Sprit und Gas ist gesichert“, sagte die CDU-Politikerin dem Nachrichtenmagazin „Focus“.
Diversifizierte Energielieferketten
Reiche verwies laut „Focus“ darauf, dass Europa auf mehreren Säulen bei der Energieversorgung stehe. „Unsere Energielieferketten sind diversifiziert. Weniger als acht Prozent des europäischen LNG-Imports kommen aus dem Persischen Golf, beim Öl sind es nur rund fünf Prozent“, sagte sie.
Auch bei Kerosin und Diesel stünden nach Reiches Darstellung ausreichende Mengen zur Verfügung. „Ganz anders sieht es allerdings in Asien aus, das ganz bedeutend von der Golfregion abhängt“, fügte sie hinzu.
Freigabe von Reserven zur Preisstabilisierung
Um die Folgen der angespannten Lage in Asien zu begrenzen, setzt Europa nach Reiches Worten auf koordinierte Maßnahmen. „Wir geben deswegen gemeinsam mit der internationalen Gemeinschaft behutsam einen Teil unserer Reserven frei, um die Knappheiten im asiatischen Raum und damit auch die internationalen Rohölpreise zu dämpfen“, sagte sie „Focus“.
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