Die Bundesregierung startet ein neues Förderprogramm für den Umbau von Büros zu Wohnraum.
Die Bundesregierung hat ein neues Förderprogramm ins Leben gerufen, um leerstehende Büroräume in dringend benötigten Wohnraum umzuwandeln. Ab dem 1. Juli können Investoren und Eigentümer Anträge auf Förderung stellen, wie das Bundesbauministerium mitteilte. Das Programm „Gewerbe zu Wohnen“ sieht vor, dass pro Wohnung bis zu 30.000 Euro Zuschuss gewährt werden, wobei die Gesamtförderung pro Unternehmen auf 300.000 Euro begrenzt ist. Die Förderung muss nicht zurückgezahlt werden und ist an bestimmte energetische Standards geknüpft, um eine klimagerechte Sanierung zu gewährleisten. Bundesbauministerin Verena Hubertz betonte, dass Leerstand in Zeiten von Wohnungsmangel nicht hinnehmbar sei.
300 Millionen Euro für Innenstadtaufwertung
Das Programm zielt darauf ab, nicht nur Wohnraum zu schaffen, sondern auch die Attraktivität der Innenstädte zu steigern und die Lebensqualität der Menschen zu verbessern. Laut dem Handelsblatt wird das Programm aus einem Sondervermögen der Bundesregierung mit 300 Millionen Euro finanziert. Die Details des Programms sollen am Donnerstag im Bundesgesetzblatt veröffentlicht werden. Wie die Bild-Zeitung berichtet, können Investoren das Geld ab dem 1. Juli beantragen, allerdings nur vor Baubeginn. Gefördert wird der Umbau von Gebäuden oder Gebäudeteilen, die zum Zeitpunkt der Antragstellung nicht zu Wohnzwecken genutzt werden.
1,4 Millionen Wohnungen fehlen bundesweit
Dabei muss mindestens eine neue Wohnung entstehen. Das Programm zielt darauf ab, die Umwandlung von Büro- zu Wohnraum zu beschleunigen und so dem bundesweiten Defizit von 1,4 Millionen Wohnungen entgegenzuwirken. Gleichzeitig sollen zentrale Lagen belebt werden. Das Pestel-Institut bestätigt, dass in deutschen Großstädten Millionen Quadratmeter Büro- und Gewerbeflächen leerstehen. Besonders hoch ist der Leerstand in München, Berlin und Frankfurt am Main. In den 15 größten deutschen Städten summiert sich der ungenutzte Bestand auf mehr als 10 Millionen Quadratmeter Gewerbeimmobilien.
Leerstand in Großstädten auf Rekordniveau
Mit dem Programm setzt die Bundesregierung auf die schnellere Aktivierung bestehender Gebäude statt auf reinen Neubau. Dies kann in angespannten Wohnungsmärkten zusätzliche Kapazitäten schaffen, ohne dass neue Flächen ausgewiesen werden müssen. Die Förderung ist an energetische Vorgaben geknüpft, um die Umnutzung an energieeffiziente Modernisierung zu koppeln. Für Immobilieninvestoren eröffnet das Modell einen finanziellen Anreiz, leerstehende Büroflächen in ein anderes Nutzungsprofil zu überführen. Für Städte könnte dies helfen, Problemimmobilien zu reduzieren und zentrale Lagen wieder stärker zu beleben.
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