Experten sehen kaum Überlebenschancen für den gestrandeten Wal vor Poel.
Der in der Wismarer Bucht gestrandete Buckelwal hat nach Einschätzung von Experten kaum noch Überlebenschancen. Die Rettungsversuche für das Tier wurden eingestellt, um ihm in seiner letzten Phase Ruhe zu gewährleisten. Wie der NDR berichtet, haben Wissenschaftler und Tierschützer nach mehreren gescheiterten Rettungsaktionen beschlossen, den Wal nicht weiter zu behelligen. Der Umweltminister von Mecklenburg-Vorpommern, Till Backhaus (SPD), sprach von einer ‚einzigartigen Tragödie‘. Der Wal war am 23. März zunächst auf einer Sandbank vor Niendorf in Schleswig-Holstein entdeckt worden und hatte sich nach einer Rettungsaktion freischwimmen können.
Buckelwal stirbt in Wismarbucht vor Poel
Doch anstatt in die Nordsee zu gelangen, strandete er erneut in der Wismarbucht und später vor der Insel Poel. Burkard Baschek, wissenschaftlicher Direktor des Deutschen Meeresmuseums in Stralsund, erklärte, dass der Gesundheitszustand des Wals sich deutlich verschlechtert habe. Die Atmung sei unregelmäßig, und es seien kaum noch Aktivitäten zu verzeichnen. ‚Wir gehen davon aus, dass das Tier dort verstirbt‘, so Baschek. Die Experten sind sich einig, dass weitere Rettungsversuche als Tierquälerei anzusehen seien, da die Erfolgschancen dermaßen gering sind. Der Wal trägt weiterhin Reste eines Netzes im Maul, das ein erhebliches Gesundheitsrisiko darstellt.
Netz im Maul verhindert Rettung des Wals
Ein vollständiges Entfernen des Netzes wurde jedoch ausgeschlossen, da ein solcher Eingriff für den Wal mit hohen Risiken verbunden wäre. Der Wal befindet sich derzeit in der Kirchsee vor Weitendorf-Hof auf der Insel Poel. Die Behörden haben um den Wal herum eine Sperrzone von 500 Metern eingerichtet, die nicht betreten und nicht mit Booten befahren werden darf. Auch Drohnenflüge über dem Wal sind verboten, wie Minister Backhaus ankündigte. Falls der Wal vor Poel stirbt, soll das Tier nach Stralsund gebracht werden, um es dort wissenschaftlich zu untersuchen und die genaue Todesursache zu klären. Laut dem Direktor des Meeresmuseums Stralsund steht ausdrücklich nicht die Präparation oder Ausstellung im Vordergrund, sondern eine umfassende Analyse des Gesundheitszustands.
Experten fordern würdevolles Sterben für Buckelwal
Gleichzeitig betonten die Verantwortlichen, dass aktuell der Fokus weiterhin auf dem Tierwohl liegt. Der Buckelwal war in den vergangenen Tagen mehrfach gestrandet und hatte sich zwischenzeitlich selbst befreien können. Doch sein Zustand verschlechterte sich zusehends, sodass die Experten nun davon ausgehen, dass er in der Bucht der Insel Poel versterben wird. Die Polizei hat bereits Vorkehrungen getroffen, um das Gebiet um das Tier abzuschotten und ihm die nötige Ruhe zu gewährleisten. Die Experten sind sich einig, dass der Wal in Ruhe gelassen werden sollte, um ihm ein würdevolles Sterben zu ermöglichen.
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