Mit starken Leistungen, taktischer Cleverness und jeder Menge Teamgeist hat die LG Osnabrück bei den Deutschen Meisterschaften in Celle für Aufsehen gesorgt. Gleich mehrere Staffeln überzeugten – allen voran das Männerteam über 3 x 1.000 Meter.
Bronze gegen die nationale Laufelite
Mit einer beeindruckenden Zeit von 7:19,79 Minuten sicherten sich Andre Rohling, Mika Pikutzki und Linus Vennemann die Bronzemedaille und stellten gleichzeitig einen neuen Weser-Ems-Rekord auf.
Dabei beeindruckte das Trio nicht nur mit Tempo, sondern vor allem mit einer taktisch klugen Renngestaltung. Gegen starke Konkurrenz mit international erfahrenen Läufern galten die Osnabrücker eher als Außenseiter.
Rohling hielt sich als Startläufer stets in der Spitzengruppe. Anschließend zeigte der erst 19-jährige Pikutzki ein starkes Rennen und verteidigte souverän seine Position gegen zahlreiche Angriffe.

Linus Vennemann, Mika Pikutzki, André Rohling und Anton Siemer. / Foto: LG Osnabrück, Torben Flatemersch
Showdown auf der Zielgeraden
Im Schlussabschnitt lag die Verantwortung bei Vennemann. Mit einem kontrollierten Rennen arbeitete er sich immer weiter nach vorne. Erst auf den letzten Metern musste er sich dem mehrfachen Deutschen Meister Christoph Kessler von der LG Karlsruhe geschlagen geben.
Trainer Anton Siemer zeigte sich anschließend begeistert: „Ich habe in den letzten zwanzig Jahren ca. 200 Staffeln zu Deutschen Meisterschaften begleitet. Diese drei Jungs stehen in der Auflistung ganz weit vorne. Sie haben definitiv nicht Silber verloren, sondern Bronze und vor allem die Herzen der Zuschauer und Experten gewonnen. Und selbst Gold war am Ende in Schlagweite.“

Jakob Langen, Matthias Apel, Konstantin Hans und Anton Siemer. / Foto: LG Osnabrück, Torben Flatemersch
Auch Frauenstaffel überzeugt
Die starke Stimmung übertrug sich anschließend auch auf die Frauenstaffel über 3 x 800 Meter. Nina Gründel ging mutig ins Rennen, Merle Böttcher präsentierte sich nach Verletzungspause stark verbessert und Marie Zepter lief die schnellsten 800 Meter ihrer Karriere.
Mit Rang elf und einer Zeit von 7:00,26 Minuten zeigte sich die LG Osnabrück auch hier konkurrenzfähig. Nur 26 Hundertstel fehlten zur Qualifikation für die Hallen-DM im Winter.
Nachwuchs löst DM-Ticket
Auch der Nachwuchs setzte ein Ausrufezeichen. Konstantin Hans, Matthias Apel und Jakob Langen qualifizierten sich souverän für die Deutschen Meisterschaften der U20 in Bochum-Wattenscheid.
Drei Staffeln unter den besten zwölf Deutschlands: Die LG Osnabrück unterstrich einmal mehr ihre Stärke im Teamwettbewerb – und ließ dabei sogar zahlreiche große Leistungsstützpunkte hinter sich.
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