Der CDU-Digitalpolitiker Ralph Brinkhaus wirbt für globale Regeln im Umgang mit Künstlicher Intelligenz. Die Linken-Abgeordnete Donata Vogtschmidt fordert unterdessen strengere internationale Regulierung und Nachschärfungen der EU-KI-Verordnung.
Brinkhaus: Standards als Rahmen, nicht als Bremse
Weltweite Standards für die Rolle von und den Umgang mit KI sollten unabhängig von einem Entwicklungsstopp entwickelt werden, sagte Brinkhaus der "Rheinischen Post". Diese Standards dienten nicht als "regulatorische Innovationsbremse", sondern als "Rahmen und Orientierung". Deutschland tue gut daran, diesen Prozess voranzutreiben.
Nach mehreren beunruhigenden KI-Zwischenfällen hatten Tech-Firmen zuletzt eine Entwicklungspause gefordert. Brinkhaus begrüßte, dass die Debatte eröffnet wurde, und hob hervor, es sei bemerkenswert, dass der Vorstoß von den Unternehmen selbst komme. "sehr wichtig, dass diese Diskussion mehr Platz auf der deutschen politischen Bühne einnimmt", betonte er. Zugleich fehle ihm der Glaube, dass der Aufruf zur Verlangsamung "ernsthaft Frucht trägt".
Vogtschmidt für strengere internationale Regulierung
Die Linken-Politikerin Donata Vogtschmidt pochte auf eine strengere Regulierung von KI auf internationaler Ebene. In der EU müsse die europäische KI-Verordnung jetzt nachgeschärft statt dereguliert werden, so Vogtschmidt.
Gleichzeitig hoffe sie, dass sich die UN sehr bald auf erste rote Linien verständige, was den internationalen Einsatz von Künstlicher Intelligenz betreffe, ergänzte Vogtschmidt.