Die Deutsche Bahn verlängert ihr Sofortprogramm gegen Schmutz und Vandalismus bis 2030. Der Konzern will sauberere Stationen und sicherere Züge schaffen und investiert dafür 210 Millionen Euro.
Reinigungsteams verdoppelt und intensive Zugpflege
Bahnchefin Evelyn Palla betonte gegenüber der „Bild am Sonntag“: „Sauberere Züge und Bahnhöfe, mehr Sicherheit und mehr Komfort sollen nicht die Ausnahme sein, sondern unser neuer Standard“. Sie räumte ein, dass noch nicht alles so laufe, wie es solle, und fügte hinzu: „Wir stehen zu unserem Versprechen: Die Bahn muss jeden Tag ein Stück besser werden“.
Das Programm sieht vor, die Reinigungsteams auf 220 Mitarbeiter zu verdoppeln. Diese säubern wöchentlich rund 52.000 Bord-WCs. Zudem werden Fernverkehrszüge (ICE/IC) im Werk Berlin-Rummelsburg in bis zu zehnstündiger Handarbeit intensiv gereinigt. Palla erklärte: "Der Schmutz muss weg. Deshalb greifen unsere Teams selbst zur Bürste. Sie schrubben, bis der ICE glänzt". Die Fahrgäste sollten schon beim Einfahren des Zuges sehen, dass sich die Bahn um Qualität bis ins letzte Detail kümmere.
Trotz Fortschritten bleibt Reisen Geduldsprobe
Trotz sinkender Störungsraten bei den Bord-WCs (minus 25 Prozent) und schnellerer Schadensbehebung durch 44 mobile Handwerkerteams bleibt das Reisen für Kunden eine Geduldsprobe. Wegen des überlasteten Schienennetzes und zahlreicher Sanierungen ist fast jeder zweite Fernzug (53 Prozent) verspätet.