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Startseite Bremer BrückeAusrufezeichen im Aufstiegskampf: VfL Osnabrück schlägt RW Essen mit 3:0
Bremer BrückeAktuellSportVfL Osnabrück

Ausrufezeichen im Aufstiegskampf: VfL Osnabrück schlägt RW Essen mit 3:0

von Maurice Guss 21. Februar 2026
von Maurice Guss 21. Februar 2026
Jannik Müller (mi.) bejubelt seinen Treffer. / Foto: IMAGO, STEINSIEK.CH
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Der VfL Osnabrück hat das Verfolgerduell gegen Rot-Weiss Essen klar für sich entschieden. Vor heimischer Kulisse gewann die Mannschaft von Timo Schultz mit 3:0 und blieb damit zum 13. Mal ohne Gegentor. In der Live-Tabelle springt der VfL mindestens bis Sonntag auf Rang zwei.

Was ein würdiges Verfolgerduell werden sollte, war von Beginn an auch eine Partie im Zeichen des Friedens. Denn anlässlich des vierten Jahrestags des russischen Überfalls auf die Ukraine hatten die Gastgeber einen Friedensspieltag ausgerufen. Neben zahlreichen Aktionen, darunter einer Live-Schalte in die Ukraine, lief VfL-Kapitän Jannik Müller mit einer Friedenstaube auf der Kapitänsbinde auf.

VfL startet mit Pressing – Badjie trifft kurz vor der Pause

Das von ihm angeführte Osnabrücker Team setzte von Beginn an auf engagiertes Pressing und ließ Essen nur selten geordnet in die Angriffszone kommen. Früh hatte der VfL die erste große Gelegenheit: Ein Distanzschuss von Ismail Badjie aus rund 20 Metern drehte sich gefährlich, Essens Keeper Wienand klärte mit einer Flugparade (6. Spielminute). Auch nach einer Kehl-Ecke musste Wienand eingreifen (9.).

Essen fand nach und nach besser ins Spiel und kam durch Hofmann nach Safis Vorstoß zu einer gefährlichen Szene, der Abschluss verfehlte das Tor knapp (17.). Nach etwas mehr als einer halben Stunde hatte RWE eine kurze Drangphase mit mehreren Standards und Abschlüssen, doch Jonsson blieb aufmerksam – unter anderem gegen einen Kopfball von Rios Alonso (35.) und einen Brumme-Schuss nach einer Ecke (36.).

Kurz vor der Pause schlug dann der VfL zu. Nach einem Abstoß der Gäste gewann Jacobsen an der Mittellinie das Kopfballduell und bediente Meißner, der sich geschickt durchsetzte. Seinen anschließenden Schuss aus spitzem Winkel wehrte Wienand noch ab, der Abpraller fiel jedoch dem völlig freien Badjie vor die Füße, der auf holprigem Geläuf sicher zum 1:0 einschob (44.).

Müller legt nach – Jonsson hält Essen auf Distanz

Nach dem Seitenwechsel blieb die Partie zunächst zäh, viele Fouls und Stockfehler prägten das Spiel. Essen kam zwar zum vermeintlichen Ausgleich, doch der Treffer zählte wegen zweier Abseitsstellungen zurecht nicht (58.). Osnabrück setzte immer wieder Nadelstiche, Meißner verfehlte nach einer flachen Hereingabe von Wagner das Tor (61.), Joker Kai Pröger hatte nach Zuspiel von Kammerbauer die Chance auf das 2:0, wurde aber geblockt (66.).
In der 70. Spielminute fiel dann der zweite Treffer: Nach einer Ecke brachte Kehl den Ball erneut scharf in den Strafraum. Wagners Versuch wurde geblockt, der Abpraller landete bei Jannik Müller, der schnell reagierte und satt zum 2:0 traf.

Essen versuchte im Anschluss, Druck aufzubauen, blieb aber meist ohne klare Durchschlagskraft. Die beste Möglichkeit der Gäste vereitelte Jonsson mit einer spektakulären Doppelparade: Erst parierte er aus kurzer Distanz gegen Brumme, dann auch den Nachschuss von Müsel (83.).

Pröger setzt den Schlusspunkt

In der Nachspielzeit setzte Osnabrück noch einen fulminanten Schlusspunkt: Fabinski dribbelte sich durchs Zentrum und schickte Pröger in Richtung Tor. Der zog in den Strafraum und hämmerte den Ball mit einem Gewaltschuss unter die Latte zum 3:0-Endstand (90.+2).

Mit dem Heimsieg im Topspiel gegen Essen bestätigte der VfL seine Effizienz und defensive Stabilität – und blieb zum insgesamt 13. Mail ohne Gegentor, ein einsamer Spitzenwert in der Liga. Vorerst rückt der VfL ebenso wie der ebenfalls erfolgreiche MSV Duisburg an Spitzenreiter Energie Cottbus vorbei. Nur aufgrund der mehr erzielten Treffer liegen die Duisburger vor den Lila-Weißen. Cottbus kann am Sonntag antworten. Der VfL gastiert als am kommenden Samstag zum Auftakt einer englischen Woche bei Erzgebirge Aue.

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Maurice Guss

Maurice Guss absolvierte im Herbst 2019 ein Praktikum bei der HASEPOST. Im Anschluss berichtete er zunächst als freier Mitarbeiter über spannende Themen in Osnabrück. Seit 2021 arbeitet er fest im Redaktionsteam und absolviert ein Fernstudium in Medien- und Kommunikationsmanagement. Nicht nur weil er selbst mehrfach in der Woche auf dem Fußballfeld steht, berichtet er besonders gerne über den VfL Osnabrück.

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