Für 18 junge Erwachsene aus dem Bistum Osnabrück beginnt in den kommenden Wochen ein ganz besonderer Lebensabschnitt. Im Rahmen des Programms „Freiwilligendienst im Ausland“ (FDA) reisen sie für knapp ein Jahr in soziale Projekte auf drei Kontinenten. Dort wollen sie nicht nur anderen Menschen helfen, sondern auch neue Kulturen kennenlernen und wertvolle Erfahrungen für ihren weiteren Lebensweg sammeln.
Einsatz in sechs Ländern
Die Freiwilligen sind zwischen 18 und 20 Jahre alt und kommen unter anderem aus Andervenne, Aurich, Bremen, Emden, Freren, Lingen, Melle, Neuenkirchen, Nordhorn, Osnabrück und Wallenhorst. Ihre Einsatzorte liegen in Peru, Ghana, Benin, Indien, Kasachstan und Uganda.
Weihbischof Johannes Wübbe verabschiedete die jungen Erwachsenen kürzlich und sandte sie offiziell in ihre Gastländer aus. Die Ausreisen erfolgen gestaffelt zwischen Ende Juli und September.
Mehr als nur ein Auslandsjahr
Viele der Teilnehmenden entscheiden sich nach dem Abitur oder einer abgeschlossenen Ausbildung bewusst für ein Freiwilligenjahr im Ausland. Dabei geht es nicht nur darum, andere Länder kennenzulernen, sondern auch persönlich zu wachsen.
„Der Freiwilligendienst im Ausland ist eine Gelegenheit, in eine ganz andere Welt zu kommen. Die jungen Menschen lernen dabei nicht nur andere Menschen und Kulturen kennen, sondern erleben sich selbst oft ganz neu – weil sie vor neue Herausforderungen gestellt werden“, sagt Regina Wildgruber, Leiterin des Freiwilligendienstes im Ausland. Gerade diese persönlichen Erfahrungen seien für viele ein entscheidender Beweggrund für die Teilnahme.
Bewerbungen für 2027 bereits möglich
Wer selbst mit dem Gedanken spielt, ein Freiwilligenjahr im Ausland zu verbringen, kann sich bereits für den Jahrgang 2027 bewerben. Bewerbungsschluss ist Anfang November 2026. Teilnehmen können junge Erwachsene, die bei der Ausreise zwischen 18 und 28 Jahre alt sind.
Voraussetzung ist der Besuch einer Informationsveranstaltung. Angeboten werden ein Schnuppertag am 26. September im Haus Maria Frieden in Wallenhorst-Rulle sowie drei Schnuppernachmittage am 6. und 28. Oktober sowie am 5. November – im Emsland, in Osnabrück und online.
„Die Infotermine sind eine gute Möglichkeit, sich einen Überblick zu verschaffen“, sagt Regina Wildgruber. Ehemalige Freiwillige berichteten dort von ihren Erfahrungen und erläuterten die mehrmonatige Vorbereitung auf den Auslandsaufenthalt. „Auch wer sich unsicher ist, ob das Auslandsjahr für ihn in Frage kommt, kann kommen.“
Mehr als 500 Freiwillige seit dem Start
Das Programm „Freiwilligendienst im Ausland“ des Bistums Osnabrück besteht seit inzwischen 26 Jahren. In dieser Zeit haben bereits mehr als 500 junge Menschen an dem Angebot teilgenommen. Das Bistum ist als Entsendeorganisation sowohl im entwicklungspolitischen Freiwilligendienst „weltwärts“ als auch im Internationalen Jugendfreiwilligendienst (IJFD) anerkannt.
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