In der Thomas-Morus-Schule in Osnabrück drehte sich am Mittwoch (29. April) alles um das Thema Wildbienen. Gemeinsam mit der Initiative InNature lernten die Schülerinnen und Schüler interaktiv kennen, welche Rolle Wildbienen für das Leben auf der Erde spielen und warum es wichtig ist, sie zu schützen.
„Insel der Vielfalt“ zum Schutz der Wildbienen
Im Rahmen des InNature-Projekts und mit Unterstützung des BUND hat die Imker-AG der Thomas-Morus-Schule einen Teil ihres Schulhofes zu einem Lebensraum für bodennistende Wildbienen umgebaut. Hinter dem Lehrerparkplatz entsteht ein sogenanntes Sandarium, was den Wildbienen als Nist- und Lebensraum dienen und effektiv dem Aussterben entgegenwirken soll. Bevor die praktische Arbeit begann, erhielten die Schülerinnen und Schüler zunächst eine Einführung in die Welt der Wildbienen. Sie erfuhren zum Beispiel, dass es in Deutschland rund 600 verschiedene Wildbienenarten gibt und dass diese, durch Bestäubung der Pflanzen, eine entscheidende Rolle in der Lebensmittelproduktion von Obst und Gemüse spielen. Unter der Anleitung von Projektleiterin Leonora Imeri und Lehrer Sören Meiners, der gleichzeitig auch die Imker-AG leitet, begannen die Kinder nun alles für die Wildbienen-Insel vorzubereiten. Ein Zwei Meter langes und Ein Meter tiefes Loch wurde bereits im Vorfeld von einem Bagger ausgehoben. Engagiert schütteten die Mitglieder der Imker-AG kleine Steine in die Grube und bedeckten diese mit einem wasserdurchlässigen Vlies, sowie mit speziellem Lehm-Sand – ganz nach der erprobten Bauanleitung der InNature Initiative.
Lernen und gleichzeitig etwas Gutes tun
Die Vorteile des Workshops sind auf allen Seiten groß, da sind Imeri und Meiners sich einig. „Es ist Umweltbildung, die praktisch ist, den Kindern etwas beibringt und gleichzeitig dem Schutz der Wildbienen hilft“, unterstreicht Imeri die Besonderheit des Projekts. „Das Projekt schafft Bewusstsein bei den Schülern und man kann es super zusätzlich im Biologieunterricht behandeln“, fügt Meiners hinzu. Die Thomas-Morus-Schule engagiert sich schon länger im Bereich Umweltschutz und ist die erste Schule in Osnabrück, die mit der InNature Initiative zusammenarbeitet. Der Kontakt kam über den Hausmeister zustande und auch wenn auf den ersten Blick kein geeigneter Platz für das Sandarium vorhanden zu sein schien, zeigt die folgliche Umsetzung des Projekts, dass es nicht viele Standortbedingungen benötigt und so gut wie jede Schule etwas für den Schutz der Wildbienen tun kann.
Über die InNature – Insel der Vielfalt Initiative
Die Initiative InNature wurde 2019 gegründet und unterstützt Schulen mit Wissen, Material und praktischen Hilfestellungen, um selbst aktiv im Schutz der Wildbienen zu werden. Ziel ist es, ein Netzwerk von Schulen zu schaffen, das sich gemeinsam für mehr Lebensraum und die Förderung von Wildbienen einsetzt. Das Projekt basiert auf einem erfolgreichen Konzept aus dem Kreis Steinfurt, wo bereits rund 30 Schulen teilnehmen.
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