Die AfD hält in der aktuellen Forsa-Umfrage bei 28 Prozent und bleibt damit auf Rekordniveau. Kanzler Friedrich Merz (CDU) verbleibt mit nur 13 Prozent Zufriedenheit auf seinem Allzeittief. Die Erhebung zeigt zudem deutliche Ost-West-Unterschiede.
Geringe Bewegung nach Sachsen-Anhalt-Wahl
Laut der wöchentlichen Forsa-Erhebung für RTL und ntv gibt es nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt nur geringe Veränderungen in der Wählergunst. Die Linke verliert einen Prozentpunkt und liegt bei elf Prozent, während das BSW auf drei Prozent steigt und wieder gesondert ausgewiesen wird. Alle anderen Parteien bleiben unverändert.
Die AfD verbleibt bei 28 Prozent, die Union bei 21 Prozent. Es folgen die Grünen mit 16 Prozent, die SPD mit zwölf Prozent, die FDP mit vier Prozent und sonstige Parteien mit fünf Prozent. Der Anteil der Nichtwähler und Unentschlossenen liegt bei 29 Prozent – deutlich über den 17,9 Prozent bei der Bundestagswahl 2025. Ob sich das Ergebnis der Sachsen-Anhalt-Wahl auf die bundespolitische Stimmung auswirkt, soll erst in der kommenden Woche beurteilt werden.
AfD im Osten mit 45 Prozent klar vorne
Bei einer fiktiven Bundestagswahl im Osten Deutschlands läge die AfD mit 45 Prozent weit vorne. Die Linke würde 15 Prozent erreichen und damit noch vor der CDU/CSU liegen, die im Osten nur auf zwölf Prozent käme. SPD und Grüne lägen jeweils bei neun Prozent, das BSW bei fünf Prozent, sonstige Parteien ebenfalls bei fünf Prozent.
Kompetenzfrage und Kanzlerbewertung
Bei der Frage, welcher Partei die Bürger die Lösung der Probleme in Deutschland am ehesten zutrauen, liegt die AfD mit 13 Prozent vorne. Die Union folgt unverändert mit zwölf Prozent – ihr schlechtester Wert seit knapp vier Jahren. Die Grünen gewinnen einen Prozentpunkt und kommen auf acht Prozent. Die SPD erreicht fünf Prozent, die Linke nach einem Rückgang um zwei Punkte noch vier Prozent. 55 Prozent der Befragten trauen jedoch keiner Partei zu, die Probleme am besten lösen zu können.
Kanzler Friedrich Merz bleibt auf seinem Tiefstwert: Nur 13 Prozent der Bundesbürger sind mit seiner Arbeit zufrieden, 85 Prozent unzufrieden. Im Osten bewerten lediglich sieben Prozent seine Arbeit positiv, im Westen sind es 15 Prozent. Entsprechend sind im Osten 91 Prozent unzufrieden, im Westen 83 Prozent.