Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) hält die Gasversorgung in Deutschland auch für den kommenden Winter für gesichert. Trotz aktuell historisch niedriger Füllstände der Erdgasspeicher verweist sie auf vorgebuchte Kapazitäten und breit diversifizierte Lieferungen. Zugleich arbeitet ihr Ministerium an einem Instrument, das im Krisenfall die Versorgungssicherheit gewährleisten soll.
Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) sieht keine Gefahr für die Gasversorgung im kommenden Winter. „Die deutschen Gasspeicher füllen sich durch normales Marktgeschehen“, sagte sie dem Nachrichtenmagazin Focus. Die Speicher seien zu rund 70 Prozent vorgebucht. Das Gas werde die Speicher auch erreichen, weil die Lieferungen breit diversifiziert seien. „Die Gasspeicher werden also zum Beginn des nächsten Winters gut gefüllt sein. Ich sehe auf absehbare Zeit keinen Gas-Engpass“, so Reiche weiter laut Focus.
Historisch niedrige Füllstände der Gasspeicher
Der Füllstand der deutschen Erdgasspeicher liegt aktuell auf einem historisch niedrigen Niveau. Zu Wochenbeginn waren die Speicher nur zu knapp 23 Prozent gefüllt, gut 17 Prozent unter dem langjährigen Mittel. Vor dem Hintergrund der wochenlangen Blockade der Straße von Hormus im Persischen Golf war auch die Sorge vor einer Gasknappheit laut geworden.
Planungen für Kriseninstrument im Bundeswirtschaftsministerium
Das Bundeswirtschaftsministerium plant ein Instrument, um im Krisenfall die Versorgungssicherheit zu gewährleisten. „Wir prüfen sehr genau, welches Kriseninstrument geeignet ist“, sagte Reiche dem Nachrichtenmagazin Focus. „Was es zu vermeiden gilt, ist eine Vermischung von normalem Marktgeschehen und einem Vorsorgeinstrument für außergewöhnliche Krisen, wie etwa Sabotageakte.“
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