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Startseite Deutschland & die WeltWagner sollte bei Ukraine-Invasion wohl außen vor gelassen werden
Deutschland & die Welt

Wagner sollte bei Ukraine-Invasion wohl außen vor gelassen werden

von dts Nachrichtenagentur 12. Mai 2023
von dts Nachrichtenagentur 12. Mai 2023
Wagner sollte bei Ukraine-Invasion wohl außen vor gelassen werden
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Moskau (dts Nachrichtenagentur) – Die berüchtigte Söldnertruppe Wagner sollte beim russischen Überfall auf die Ukraine offenbar zunächst keine Rolle spielen. Das legen Mobilfunkdaten und Zeugenaussagen nahe, über die der „Spiegel“ und die russische Investigativplattform „The Insider“ berichten.

Demnach war einer neuen Söldnerfirma namens Redut, die dem ehemaligen Wagner-Mann Anatolij Karazij zugerechnet wird, eine weitaus wichtigere Rolle zugedacht. Wladimir Alexejew, Vizechef des Militärnachrichtendiensts GRU, soll Prigoschin im Vorfeld der russischen Invasion regelrecht geschnitten haben – während er laut den Verbindungsdaten seines Mobiltelefons intensiv mit Karazij und anderen wichtigen Figuren für die Vorbereitung der Invasion kommunizierte. Demnach drückte Alexejew einen Anruf Prigoschins auf seinem Mobiltelefon am 20. Februar 2022 – vier Tage vor Kriegsbeginn – weg. Ein Rückruf oder weitere Kommunikation sind in den Telefondaten nicht zu finden. Erst am Nachmittag des Kriegsbeginns am 24. Februar kommunizierten die beiden demnach wieder miteinander – für nur eine Minute und 42 Sekunden. Auch danach herrschte mehrere Wochen lang Funkstille zwischen den beiden. Die Mobilfunkdaten belegen Aussagen mehrerer Quellen, wonach Prigoschin und seine Söldnertruppe bei der russischen Invasion keine Rolle spielen sollten. Stattdessen hatte Redut mehrere Tausend Söldner – darunter viele Ex-Wagner-Leute – rekrutiert.

Prigoschin scheint dies nicht entgangen zu sein. Nach Angaben mehrerer Personen mit Kenntnis der Ereignisse soll Prigoschin bereits Ende Januar wütend bei Alexejew vorgesprochen haben. Er werde seinen Ex-Angestellten und neuen Konkurrenten Karazij „umbringen“. Alexejew soll ihn kühl an Karazij selbst verwiesen haben.

Dieser soll sich zu dem Zeitpunkt in einem Büro in der GRU-Zentrale aufgehalten haben. Die Söldner des Unternehmens Redut sollen in den ersten Wochen des Krieges schwerste Verluste erlitten haben – während Prigoschin auf eigenes Risiko Truppen für einen Einsatz in der Ukraine zusammenstellte. Ab dem 19. März 2022 kommunizierten Prigoschin und Alexejew regelmäßig per Mobiltelefon. Prigoschin hat den 19. März öffentlich als sein Eintrittsdatum in den Krieg bezeichnet.


Foto: Russische Invasion in der Ukraine, über dts Nachrichtenagentur

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dts Nachrichtenagentur

Ein Artikel der Nachrichtenagentur dts.

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