Der VfL Osnabrück hat auch beim FC Erzgebirge Aue gewonnen und seine Erfolgsserie in der 3. Liga fortgesetzt. Beim 3:1-Auswärtserfolg drehten die Lila-Weißen nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich in der Schlussphase auf. Matchwinner war der eingewechselte Tony Lesueur, der mit einem Tor und einem Assist maßgeblich am Sieg beteiligt war.
Badjie nutzt Auer Abwehrfehler zur Führung
Osnabrück begann mit energischem Pressing und setzte sich früh in der Auer Hälfte fest. Bereits in der 4. Spielminute hatte Christensen nach einem Zuspiel von Badjie die große Chance zur Führung, zielte aber zu zentral – der ewige Aue-Keeper Martin Männel parierte. Der Treffer fiel wenig später infolge eines groben Abstimmungsfehler der Auer Defensive. Nach einem langen Schlag von Christensen irritierten sich Malone und Zobel, Badjie nutzte das aus, umkurvte Männel und schob zum 1:0 ein (17. Spielminute).
Aue fand in der Folge besser in die Partie und kam nach einem verlängerten Einwurf von Malone zu einer guten Möglichkeit, doch Jonsson parierte Bärs Kopfball stark (19.).
Osnabrück behielt allerdings weiter die Kontrolle, ließ nach der Führung aber nach und wurde fahriger. In der 42. Spielminute schlug Aue dennoch eher aus dem Nichts zurück: Ehlers legte von der Grundlinie an den Elfmeterpunkt zurück, wo Günther-Schmidt völlig frei stand und zum 1:1 ins rechte Eck traf (42.). Mit dem Ausgleich ging es in die Pause.
Lesueur dreht das Spiel mit Tor und Vorlage
Aue kam mutiger aus der Kabine und gestaltete den zweiten Durchgang zunächst ausgeglichen. Ehlers prüfte Jonsson direkt nach Wiederanpfiff (46.), weitere Angriffe der Hausherren sorgten für mehr Betrieb rund um den VfL-Strafraum. Schultz reagierte und brachte Lesueur für Badjie (63.) – und der Joker stach.
In der 73. Minute schlug Osnabrück nach einer Flanke von Kehl zu: Lesueur lief in den Fünfmeterraum ein und spitzelte den Ball unbedrängt an Männel vorbei zur erneuten Führung (73.). Nur drei Minuten später folgte der schnelle Doppelschlag. Lesueur setzte nach, zog in den Strafraum und legte quer auf Meißner, der zum 3:1 links unten einschob (76.).
VfL bringt Sieg über die Zeit
Aue fand danach kaum noch zu klaren Chancen. Osnabrück verwaltete den Vorsprung und stellte mit späten Wechseln noch einmal defensiver (87.). In der Nachspielzeit blieb es bei vereinzelten Freistößen und Flanken der Hausherren, ohne dass es noch einmal gefährlich wurde.
Während die Auer Fans ihr Team nach dem Schlusspfiff mit Pfiffen verabschiedeten, dürfen die Lila-Weißen weiter nach oben blicken. Aufgrund des 0:0-Unentschiedens zwischen Cottbus und Verl am Spätnachmittag und vorbehaltlich des Ergebnisses vom Duisburg-Spiel am Sonntag springt der VfL an die Tabellenspitze.