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Startseite Deutschland & die WeltZentralrat kritisiert deutsche Außenpolitik zu Hamas-Geiseln
Deutschland & die Welt

Zentralrat kritisiert deutsche Außenpolitik zu Hamas-Geiseln

von mit Material von dts Nachrichtenagentur, bearbeitet 26. März 2025
von mit Material von dts Nachrichtenagentur, bearbeitet 26. März 2025
Josef Schuster (Präsident des Zentralrats für Juden) / Foto: dts
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Der Zentralrat der Juden in Deutschland hat scharfe Kritik an der deutschen Außenpolitik im Umgang mit Hamas-Geiseln geübt. In einem Gespräch mit dem „Tagesspiegel“ zeigte sich Zentralratspräsident Josef Schuster insbesondere von der Zurückhaltung der Bundesrepublik enttäuscht. Vor einem geplanten Treffen von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mit Angehörigen von Geiseln am Mittwoch betonte er die unzureichende Unterstützung Deutschlands auf internationaler Bühne.

Kritik an deutscher Zurückhaltung

Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden, äußerte sich kritisch zur Reaktion Deutschlands auf das Schicksal der Hamas-Geiseln: „Die Bundesrepublik Deutschland hat mich enttäuscht, was ihr öffentliches Eintreten bezüglich des Schicksals der Hamas-Geiseln angeht“, sagte Schuster gegenüber dem „Tagesspiegel“ (Mittwochausgabe). Der kommende Besuch von Angehörigen der Geiseln beim Bundespräsidenten begrüßte er als positives Zeichen. Er betonte jedoch, dass Deutschland durch Steinmeiers Besuch in Israel im November 2023 und die guten Kontakte zum israelischen Staatspräsidenten Isaac Herzog mehr hätte bewirken können, was bedauerlicherweise nicht geschehen sei.

Kritik am Auswärtigen Amt

Der Zentralratspräsident äußerte Unverständnis darüber, dass sich insbesondere das Auswärtige Amt weitgehend zurückgehalten habe, um mögliche Verhandlungspartner nicht zu verärgern. „Aufrufe zur Freilassung der Geiseln wurden meist mit mahnenden Worten an Israel ergänzt“, so Schuster weiter. Diese Haltung bezeichnete er als Ausdruck von Indifferenz.

Scharfer Vorwurf des Schweigens

Besonders kritisch sieht Schuster das „gähnende Schweigen“ der deutschen Außenpolitik zur Beerdigung von Shirin Bibas und ihren Kindern, „die auch die deutsche Staatsangehörigkeit besessen haben und deren Schicksal unser aller Herzen zerrissen hat“. Diese fehlende Reaktion bezeichnete er als einen Tiefpunkt der deutschen Außenpolitik. Das Treffen zwischen Steinmeier und den Angehörigen am Mittwoch könnte nun ein Signal für ein stärkeres Engagement Deutschlands sein.

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mit Material von dts Nachrichtenagentur, bearbeitet

Dieser Artikel wurde mit Material der Nachrichtenagentur dts erstellt, kann jedoch durch unsere Redaktion ergänzt oder aktualisiert worden sein.

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