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Startseite Deutschland & die WeltWirtschaftsweise uneins: Grimm widerspricht Ratsmehrheit deutlich
Deutschland & die Welt

Wirtschaftsweise uneins: Grimm widerspricht Ratsmehrheit deutlich

von mit Material von dts Nachrichtenagentur, bearbeitet 13. November 2024
von mit Material von dts Nachrichtenagentur, bearbeitet 13. November 2024
Wirtschaftsweise Achim Truger / Foto: dts
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Die Meinungsverschiedenheiten im Sachverständigenrat zur Beurteilung der gesamtwirtschaftlichen Lage Deutschlands (auch als „Wirtschaftsweise“ bekannt) halten an. Veronika Grimm, eine der Ratsmitglieder, schloss sich im jüngst veröffentlichten Jahresgutachten in drei von fünf Kapiteln nicht der Mehrheitsmeinung der anderen vier Ratsmitglieder an.

Grimm verteidigt Minderheitsvoten

Veronika Grimm verteidigte ihr Vorgehen in einem Interview mit dem Handelsblatt: „Es sei Aufgabe des Sachverständigenrats, ‚Fehlentwicklungen aufzuzeigen und Handlungsoptionen zu diskutieren, die Abhilfe schaffen – aus meiner Sicht gerade auch die unbequemen Optionen'“, sagte sie in der Donnerstagsausgabe der Zeitung. „Dazu hat sich die Ratsmehrheit nicht durchringen können – daher habe ich das in den Minderheitsvoten getan.“

Streit um Ethikkodex

Ein weiterer Streitpunkt unter den Wirtschaftsweisen betrifft den Ethikkodex des Rates. Grimm erklärte gegenüber dem Handelsblatt: „Es ist nicht zielführend, Gericht vorzugreifen. Ich muss um Geduld bitten, bis die Angelegenheit verhandelt wird – dann öffentlich.“

Die anderen vier Ratsmitglieder hatten im Frühjahr einen Interessenskonflikt kritisiert, da Grimm ein Aufsichtsratsmandat beim Energieunternehmen Siemens Energy angenommen hat. Daraufhin wurde ein Ethikkodex gegen den Willen Grimms erarbeitet und beschlossen. Grimm hat gegen diesen Kodex vor dem Verwaltungsgericht Wiesbaden Klage eingereicht.

Unstimmigkeiten und Rechtsstreitigkeiten

Die anhaltenden Unstimmigkeiten und Rechtsstreitigkeiten innerhalb des Rats führen zu Unsicherheiten in Bezug auf die Integrität und Einheitlichkeit des Rats. Sollte der Rechtsstreit zu Gunsten Grimms ausfallen, könnten dies weitreichende Folgen für künftige Entscheidungen des Rates haben.

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mit Material von dts Nachrichtenagentur, bearbeitet

Dieser Artikel wurde mit Material der Nachrichtenagentur dts erstellt, kann jedoch durch unsere Redaktion ergänzt oder aktualisiert worden sein.

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