Die Wirtschaftsweise Monika Schnitzer hat die jüngsten Beschlüsse der Regierungskoalition zur Entlastung der Bürger deutlich kritisiert. Sie wendet sich vor allem gegen eine zeitlich befristete Aussetzung der Energiesteuer und spricht von einer ungezielten „Hilfe mit der Gießkanne“.
Kritik an geplanter Senkung des Energiepreises
Die Wirtschaftsweise Monika Schnitzer, Vorsitzende des Sachverständigenrats Wirtschaft, hält die von der Regierungskoalition beschlossene Entlastung der Bürger für grundlegend verfehlt. „Eine Senkung des Preises für alle durch eine zeitlich befristete Aussetzung der Energiesteuer ist die schlechteste aller bisher diskutierten Optionen“, sagte sie den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.
„Hilfe mit der Gießkanne“
Schnitzer kritisiert insbesondere, dass die Maßnahme unabhängig von der finanziellen Lage der Betroffenen wirke. „Das ist eine Hilfe mit der Gießkanne, auch für Menschen, die den höheren Preis verkraften können“, erklärte sie den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.
Die Wirtschaftsweise moniert, dass durch die befristete Aussetzung der Energiesteuer zentrale Lenkungswirkungen verloren gingen. Es reduziere den Anreiz, den Spritverbrauch zu senken, und lasse die Menschen im Glauben, der Staat schütze sie vor allen Krisen von außen, auch die Reichen. Schnitzer weiter: „Eine gezielte Unterstützung der wirklich Bedürftigen wäre die bessere Entscheidung gewesen.“
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