Kulturstaatsminister Wolfram Weimer hat nach der Absage der Verleihung des Deutschen Buchhandlungspreises sein Vorgehen verteidigt und auf sicherheitsbehördliche Prüfungen verwiesen. Auslöser ist der Ausschluss einer von drei Buchhandlungen von der Preisvergabe nach dem sogenannten Haber-Verfahren, bei dem der Verfassungsschutz vor der Vergabe von Fördergeldern konsultiert wird.
Weimer verteidigt Entscheidung zum Buchhandlungspreis
Kulturstaatsminister Wolfram Weimer verwies zur Begründung seines Vorgehens auf die Haltung einer der betroffenen Buchhandlungen. "Wenn sich eine Institution weithin sichtbar hinter die Losung `Deutschland verrecke` stellt, stellen sich zur Preiswürdigkeit Fragen", sagte Weimer der Funke-Mediengruppe im Hinblick auf eine der drei Buchhandlungen, die nach dem Haber-Verfahren von der Preisvergabe ausgeschlossen wurden. Beim Haber-Verfahren wird vor der Vergabe von Fördergeldern der Verfassungsschutz konsultiert. Weimer sagte, es werde "im Bereich Kultur nur in absoluten Ausnahmefällen aktiviert".
Reaktionen der Buchhandlungen und geplantes Gespräch
Zum Protest der Buchhandlungen sagte Weimer der Funke-Mediengruppe: "Ich habe gelesen, dass sich die Vertreter dieser Buchhandlungen in einem offenen Brief bedankt haben, weil sie so viel PR und Unterstützung bekommen haben." Eine Debatte und Willensbildung, was Buchhandlungen und Bücher betrifft, sei ihm nach eigener Aussage wichtig: "Ich werde daher zu einem Gespräch mit den wesentlichen Stakeholdern im Buchhandel einladen, um zu besprechen, wie wir künftig mit dem Buchhandelspreis umgehen."
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