Der Wehrbeauftragte des Deutschen Bundestages, Henning Otte (CDU), fordert in seinem neuen Jahresbericht eine spürbare Entlastung der Bundeswehr von „militärfremder Bürokratie“. Entscheidungsprozesse in Beschaffung, Verpflegung und Führung müssten nach seiner Darstellung deutlich beschleunigt und stärker in die Truppe verlagert werden.
Otte fordert schnellere Beschaffungsverfahren
Wehrbeauftragter Henning Otte (CDU) drängt darauf, Verwaltungsaufwand und langwierige Abläufe innerhalb der Bundeswehr zu reduzieren. „Es geht erst einmal darum, dass natürlich der Beschaffungsvorgang schneller vollzogen wird“, sagte er am Dienstag der dts Nachrichtenagentur. Die bestehenden Prozesse bei der Ausstattung der Truppe mit Material und Gerät seien aus seiner Sicht zu langsam und müssten vereinfacht werden.
Auch bei der Versorgung der Soldaten sieht Otte Handlungsbedarf. Bei Truppenküchen müsse man „schnellere Genehmigungsverfahren“ bekommen, sagte er der dts Nachrichtenagentur. Bürokratische Vorgaben dürften nach seinen Worten nicht dazu führen, dass die Truppe in ihrem Alltag ausgebremst werde.
Mehr Entscheidungsspielraum vor Ort
Besonders wichtig ist Otte, dass die Bundeswehr wieder stärker nach dem Prinzip der Auftragstaktik geführt wird. Auftragstaktik bedeute, dass Entscheidungen verstärkt dort getroffen werden, wo sie wirken sollen. „Und insbesondere bei dem, was die Truppe ausmacht – Auftragstaktik – müsse man mehr vor Ort entscheiden dürfen“, sagte er der dts Nachrichtenagentur.
„Das muss der Grundsatz sein“, so Otte. Er begrüße deshalb, „dass in der Führungsmentalität jetzt auch Bürokratieabbau gelehrt wird und dass der Minister den Auftrag erteilt hat, zu prüfen: Wo kann sich das Ministerium selbst befreien von bürokratischen Auflagen und damit die Truppe zu befreien?“ (dts Nachrichtenagentur)
Bürokratieabbau als Teil der Führungsmentalität
Otte sieht in der veränderten Führungsmentalität einen wichtigen Schritt, um die Bundeswehr von überflüssigen Vorgaben zu entlasten. Der von ihm angesprochene Auftrag an das Ministerium, eigene bürokratische Auflagen zu überprüfen, soll nach seinen Worten dazu beitragen, die Handlungsfähigkeit der Truppe zu verbessern. Die dts Nachrichtenagentur zitiert ihn mit den Worten, er begrüße, „dass in der Führungsmentalität jetzt auch Bürokratieabbau gelehrt wird“, um die Bundeswehr von „militärfremder Bürokratie“ zu befreien.
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