Warnstreiks der Gewerkschaft Verdi führen zu massiven Einschränkungen im Nahverkehr von NRW.
In dieser Woche müssen sich Pendler in Nordrhein-Westfalen auf erhebliche Einschränkungen im Nahverkehr einstellen. Die Gewerkschaft Verdi hat zu landesweiten Warnstreiks aufgerufen, die sowohl Kundenzentren als auch Busse und Bahnen betreffen. Bereits am Montag waren die Kundenzentren von 14 Nahverkehrsbetrieben vom Streik betroffen, darunter die KVB in Köln, die Rheinbahn in Düsseldorf und die DSW in Dortmund. Am Dienstag und Donnerstag sollen dann Busse und Bahnen in fast ganz NRW stillstehen, wie der Spiegel berichtet. Die Gewerkschaft Verdi hat in allen Regionen von NRW zum Warnstreik im Nahverkehr aufgerufen. Ausgenommen vom Streik sind laut Verdi das Unternehmen wupsi in Leverkusen, die Bahnen der Stadt Monheim, der Stadtbus Gütersloh, die Stadtwerke Münster und die Stadtwerke Hamm. Die Aseag in Aachen nimmt ohnehin nicht am Tarifkonflikt teil. Erfahrungsgemäß sind einige Busse von privaten Subunternehmern unterwegs.
NRW-Tarifstreit betrifft 30.000 Nahverkehrsbeschäftigte
S-Bahnen und Regionalzüge sind nicht vom Tarifkonflikt im kommunalen Nahverkehr von NRW betroffen. Diese Züge können auch innerhalb von Großstädten genutzt werden. Der ADAC empfiehlt Fahrgemeinschaften. Für kurze Strecken raten sie zum eigenen Fahrrad oder zu Sharing-Angeboten wie Leihrädern oder E-Scootern. Der Tarifkonflikt betrifft die Arbeitsbedingungen von rund 30.000 Beschäftigten, die in etwa 30 kommunalen Verkehrsbetrieben in NRW arbeiten. Bisher gab es in zwei Verhandlungsrunden keine Einigung. Verdi NRW fordert eine Verkürzung der Wochenarbeitszeit von 39 auf 37 Stunden bei vollem Lohnausgleich.
Arbeitgeber warnen vor ignorierten Finanzrisiken
Die Ruhezeit zwischen zwei Schichten soll von 10 auf 11 Stunden steigen und der Zuschlag für Sonntagsarbeit soll von 25 Prozent auf mindestens 40 Prozent des Stundenentgelts erhöht werden. Der Kommunale Arbeitgeberverband Nordrhein-Westfalen wirft Verdi vor, die finanzielle Lage der Verkehrsbetriebe zu ignorieren. Sie argumentieren, dass die Tarif- und Entgeltbedingungen bereits verbessert wurden und der Nahverkehr attraktive Arbeitsplätze biete. Laut der Tagesschau sind die Auswirkungen an den verschiedenen Streiktagen sehr unterschiedlich, weil jeweils verschiedene Bereiche bestreikt werden. Auf den Berufsverkehr hatte der Streik am Morgen moderate Auswirkungen. Die WDR-Verkehrsredaktion sagt: ‚Auf den Autobahnen ist heute etwas mehr los als sonst im Berufsverkehr.‘ Für den gestrigen Montag hatte Verdi landesweit die Beschäftigten in den Verwaltungen und Kundenzentren der kommunalen Nahverkehrsunternehmen zum Streik aufgerufen. Der Nahverkehr selbst war dabei nicht betroffen.
NRW: Busse und Bahnen fallen heute komplett aus
Heute fallen in fast ganz NRW Busse und Straßenbahnen aus. Sie sollen ’spürbar von der frühesten Frühschicht bis zur spätesten Spätschicht stillstehen‘, heißt es von Verdi. Morgen sollen die Mitarbeiter in zahlreichen Werkstätten der kommunalen Verkehrsunternehmen die Arbeit niederlegen. Laut Verdi geht es vor allem um die Fahrzeug- und Instandhaltungsteams. Ob das auch Auswirkungen auf den Fahrbetrieb haben wird, ist noch nicht bekannt. Am Donnerstag gibt es einen bundesweiten Aktionstag, an dem der öffentliche Nahverkehr flächendeckend stillstehen soll. Von der Frühschicht bis zum Spätdienst soll auch in ganz NRW gestreikt werden.
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