Wer seine Wände neu streichen möchte, steht früher oder später vor der gleichen Frage: Selbst machen oder einen Maler beauftragen? Die Antwort ist nicht immer so einfach, wie sie auf den ersten Blick scheint. Beide Optionen haben ihre Vor- und Nachteile – und die richtige Wahl hängt von vielen individuellen Faktoren ab. Wer eine fundierte Entscheidung treffen möchte, findet auf https://www.malerwerkstatt-loudwin.de/ wertvolle Informationen rund um professionelle Malerarbeiten. In diesem Blogartikel gehen wir beide Wege durch – ehrlich, praxisnah und ohne Beschönigung.
Ob frisch renovierte Wohnung, neues Eigenheim oder einfach eine fällige Auffrischung: Das Streichen von Wänden ist eine der häufigsten Renovierungsaufgaben überhaupt. Gleichzeitig wird sie von vielen unterschätzt – sowohl in Bezug auf den Zeitaufwand als auch auf die handwerkliche Komplexität.
Wann lohnt sich das Selbermachen?
Das DIY-Streichen ist eine echte Option – wenn die Voraussetzungen stimmen. Folgende Situationen sprechen für den Eigenaufwand:
- Der Raum ist klein und überschaubar (z. B. Flur oder Gästebad)
- Die Wände sind bereits in gutem Zustand und brauchen keine umfangreiche Vorarbeit
- Das Budget ist begrenzt und Lohnkosten müssen gespart werden
- Man hat bereits Erfahrung im Streichen und verfügt über das nötige Werkzeug
- Es handelt sich um einfache, einfarbige Flächen ohne komplexe Strukturen
- Es ist kein enger Zeitplan vorgegeben – man hat Zeit und Muße
Wer handwerklich begabt ist und sich gut vorbereitet, kann durchaus ein ansprechendes Ergebnis erzielen. Allerdings sollte man realistisch einschätzen, wie viel Zeit und Energie man investieren möchte – und ob das Ergebnis den eigenen Ansprüchen gerecht wird.
Wann solltest du unbedingt einen Maler beauftragen?
Es gibt Situationen, in denen das Beauftragen eines professionellen Malers klar die bessere Wahl ist. Hier sind die wichtigsten Anhaltspunkte:
- Die zu streichende Fläche ist groß (mehrere Zimmer, Treppenhäuser, hohe Räume)
- Die Wände weisen Schäden auf (Risse, Schimmel, Feuchtigkeitsflecken), die fachgerecht behandelt werden müssen
- Es werden besondere Techniken gewünscht (Strukturputz, Lasuren, Spachteltechniken)
- Das Ergebnis muss professionell und makellos sein – z. B. bei Neubau oder Verkauf der Immobilie
- Die Zeit ist begrenzt und das Projekt muss schnell und sauber abgeschlossen werden
- Es sollen Fassaden oder Außenbereiche gestrichen werden, die besondere Materialkenntnisse erfordern
Ein Profi-Maler bringt nicht nur Erfahrung mit, sondern auch das richtige Werkzeug, hochwertige Materialien und – besonders wichtig – eine Gewährleistung auf seine Arbeit. Das schützt vor unangenehmen Überraschungen und spart auf lange Sicht oft Geld.
Schritt für Schritt: So geht Wände streichen richtig
Wer sich für den DIY-Weg entscheidet, sollte den Prozess strukturiert angehen. Eine gute Vorbereitung ist das A und O für ein sauberes Ergebnis:
- Raum vorbereiten: Möbel abdecken oder aus dem Zimmer räumen, Böden mit Folie schützen.
- Untergrund prüfen: Wände auf Risse, Schimmel oder lose Stellen untersuchen und ggf. ausbessern.
- Abkleben: Fensterkanten, Sockelleisten und Lichtschalter sorgfältig mit Malerkrepp abkleben.
- Grundierung auftragen: Bei neuen oder stark saugenden Untergründen eine Grundierung verwenden.
- Erste Farbschicht auftragen: Mit einem hochwertigen Pinsel die Kanten streichen, danach die Fläche mit einer Rolle gleichmäßig bearbeiten.
- Trocknen lassen: Je nach Farbe und Raumtemperatur mehrere Stunden warten.
- Zweiten Anstrich auftragen: Für ein gleichmäßiges, deckendes Ergebnis fast immer notwendig.
- Abklebebänder entfernen: Noch vor dem vollständigen Trocknen der letzten Schicht abziehen, um saubere Kanten zu erhalten.
- Aufräumen: Werkzeug reinigen, Folie entfernen und Möbel zurückstellen.
Qualität und Ergebnis: Was du wirklich bekommst
Der wohl deutlichste Unterschied zwischen DIY und Profi zeigt sich im Endergebnis. Ein erfahrener Maler erzielt mit hochwertigen Materialien und professionellem Werkzeug ein Ergebnis, das optisch und in der Haltbarkeit kaum zu toppen ist. Gleichmäßige Farbverläufe, scharfe Kanten an Übergängen und eine perfekte Oberflächenstruktur sind das Markenzeichen des Profis.
Beim Selbermachen ist das Ergebnis stark von den eigenen Kenntnissen und der Geduld abhängig. Typische Fehler sind ungleichmäßiger Farbauftrag, sichtbare Pinselstreifen, tropfende Farbe oder verschmierte Kanten. Diese lassen sich zwar oft nachbessern, kosten aber zusätzliche Zeit und Material. Wer ein wirklich professionelles Ergebnis erwartet, ist beim Maler besser aufgehoben.
Zeitaufwand und Stressfaktor: Was viele unterschätzen
Zeit ist Geld – das gilt auch beim Streichen. Ein professioneller Maler kann ein mittelgroßes Zimmer von etwa 20 Quadratmetern inklusive Vorbereitung in einem halben bis einem Tag fertigstellen. Als Heimwerker ohne viel Erfahrung kann dieselbe Arbeit leicht ein ganzes Wochenende in Anspruch nehmen – inklusive mehrerer Pausen, Nachbesserungen und des mühseligen Aufräumens.
Dazu kommt der Stressfaktor: Wer in seiner Wohnung renoviert, lebt unter Umständen tagelang im Chaos. Farbe, Abdeckplanen, Werkzeug – all das nimmt Platz weg und macht das tägliche Leben schwerer. Ein Maler dagegen arbeitet konzentriert und strukturiert, hinterlässt wenig Unordnung und ist in der Regel deutlich schneller fertig. Für viele Berufstätige ist allein der Zeitgewinn den Mehrpreis wert.
Nachhaltige Farben und Materialien: Ein unterschätzter Aspekt
Wer beim Streichen auch an Gesundheit und Umwelt denkt, sollte sich mit dem Thema Farbenqualität auseinandersetzen. Billigfarben aus dem Baumarkt enthalten oft mehr Lösungsmittel und VOC (flüchtige organische Verbindungen), die die Raumluft belasten können. Professionelle Maler setzen häufig auf höherwertige, emissionsarme Produkte – und können dank ihrer Erfahrung auch gezielt ökologische Alternativen empfehlen.
Auch der Materialverbrauch ist beim Profi oft effizienter: Durch präzisen Auftrag und die richtige Verdünnung wird weniger Farbe benötigt – das schont nicht nur die Umwelt, sondern auch den Geldbeutel.
FAQ: Wand streichen – Maler beauftragen oder selbst streichen?
Was kostet ein Maler pro Quadratmeter?
Ein professioneller Maler kostet je nach Region, Wandzustand und gewünschter Qualität zwischen 13 und 32 Euro pro Quadratmeter inklusive Material und Arbeitslohn. Bei einfachen Renovierungsarbeiten ist der Preis oft am unteren Ende der Skala.
Kann ich Wände wirklich selbst streichen, wenn ich kein Profi bin?
Ja, grundsätzlich schon. Mit guter Vorbereitung, dem richtigen Werkzeug und etwas Geduld lassen sich einfache Räume gut selbst streichen. Schwieriger wird es bei großen Flächen, hohen Räumen oder wenn besondere Techniken gefragt sind.
Wie lange dauert es, ein Zimmer zu streichen?
Ein Profi benötigt für ein 20-m²-Zimmer mit zwei Anstrichen etwa 4 bis 8 Stunden. Als Heimwerker sollte man eher 1 bis 2 volle Tage einplanen – inklusive Vorbereitung, Trocknungszeiten und Aufräumen.
Welche Farben sind am besten für Innenräume geeignet?
Für Innenräume empfehlen sich Dispersionsfarben auf Wasserbasis, da sie geruchsarm, schnell trocknend und gut deckend sind. Wer Wert auf Nachhaltigkeit legt, greift zu Farben mit niedrigem VOC-Gehalt oder zertifizierten Naturfarben.
Lohnt sich ein Maler auch für kleine Renovierungsarbeiten?
Für ein einzelnes kleines Zimmer lohnt sich ein Maler preislich weniger, da Anfahrt und Mindestauftragsvolumen ins Gewicht fallen. Bei mehreren Räumen oder anspruchsvollen Wänden ist der Profi jedoch fast immer die rentablere und entspanntere Wahl.
Gibt es eine Gewährleistung auf Malerarbeiten?
Ja. Professionelle Handwerksbetriebe unterliegen der gesetzlichen Gewährleistungspflicht von in der Regel 5 Jahren für Werkleistungen. Bei Mängeln muss der Maler nachbessern – kostenfrei für den Auftraggeber.