Der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) hat die von Union und SPD vereinbarten Änderungen an der Reform der Riester-Rente ausdrücklich begrüßt. Die Einigung auf ein zentrales, kostengünstiges Standardprodukt sei nach Ansicht des Verbands ein wichtiger Schritt für Verbraucherinnen und Verbraucher, die privat vorsorgen müssen.
„Meilenstein“ für Verbraucher
VZBV-Vorständin Ramona Pop bezeichnete die Einigung am Dienstag als entscheidenden Fortschritt. Die Einigung sei ein „Meilenstein“ für Verbraucher und „ein guter Tag für alle, die privat vorsorgen müssen“, erklärte sie laut VZBV. „Denn endlich wird es ein Standardprodukt für alle geben, das kostengünstig und renditestark sein soll. Ab jetzt muss es bei der Umsetzung darum gehen, das neue Standardprodukt und den Zugang dazu so verbraucherfreundlich wie möglich zu machen.“
Koalitionspläne und ursprünglicher Gesetzentwurf
Die Bundesregierung hatte sich im Koalitionsvertrag darauf verständigt, die Riester-Rente durch ein neues Vorsorgeprodukt zu ersetzen, das auch als vereinfachtes Standardprodukt angeboten werden soll. Im ursprünglichen Gesetzentwurf der Bundesregierung war vorgesehen, dass Anbieter eigene Standardprodukte auflegen und gegen Provision vertreiben. Ein zentrales Standardprodukt war im Mitte Dezember beschlossenen Entwurf noch nicht enthalten.
Zentrales Standardprodukt als Messlatte
Dies änderten Union und SPD nun mit ihrer Einigung am Dienstag. Neben privaten Angeboten soll es zukünftig ein kostengünstiges zentrales Standardprodukt geben, das als Messlatte für private Angebote dient und über das Verbraucher einfach vorsorgen können. Der Verbraucherzentrale Bundesverband setzt sich nach eigenen Angaben seit über zehn Jahren dafür ein, die Riester-Rente durch ein staatliches Standardprodukt nach schwedischem Vorbild zu ersetzen.
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