Volkswagen will bis 2030 rund 50.000 Stellen in Deutschland streichen.
Der Volkswagen-Konzern steht vor tiefgreifenden Veränderungen. Nach einem deutlichen Gewinneinbruch im Jahr 2025 plant der Autobauer einen massiven Stellenabbau in Deutschland. Der Nettogewinn des Konzerns sank um 44 Prozent auf 6,9 Milliarden Euro, wie der Konzern mitteilte. Dies ist das niedrigste Ergebnis seit dem Dieselskandal im Jahr 2016. Verantwortlich für den Gewinneinbruch sind vor allem die US-Zölle, Probleme bei der Volkswagen-Tochter Porsche und ein schwieriges China-Geschäft, wie der Spiegel berichtet. Der Umsatz des Konzerns blieb mit 322 Milliarden Euro weitgehend stabil, doch die Gewinnmarge lag nur bei 4,6 Prozent. Ohne die Zollkosten hätte die Marge bei 5,5 Prozent gelegen, was laut Finanzvorstand Arno Antlitz langfristig nicht ausreiche.
VW plant massiven Stellenabbau bis 2030
Der Konzern strebt für das Jahr 2026 eine Rendite von 4,0 bis 5,5 Prozent an. Um die Kosten zu senken, sollen bis 2030 rund 50.000 Stellen im gesamten Volkswagen-Konzern in Deutschland abgebaut werden, wie in einem Brief an die Aktionäre mitgeteilt wurde. Dies sind deutlich mehr Stellen als bisher geplant. Ende 2024 hatte VW mit den Gewerkschaften einen Stellenabbau von 35.000 bis 2030 vereinbart, vor allem bei der Kernmarke VW. Nun sollen auch Audi und Porsche sowie die Softwaretochter Cariad von den Kürzungen betroffen sein, wie RTL berichtet. Besonders belastend für den Konzern ist die Entwicklung bei Porsche.
Porsche verzeichnet dramatischen Gewinnrückgang
Die Sportwagentochter erlebte einen operativen Gewinneinbruch von 5,3 Milliarden Euro im Vorjahr auf nur noch 90 Millionen Euro im Jahr 2025. Ein Einbruch um 98 Prozent. Die Marge verzwergte sich auf 0,3 Prozent. Porsche leidet unter einem Absatzeinbruch in China, gestiegenen US-Zöllen und einer Fehleinschätzung zum Tempo des Umstiegs auf Elektroautos. Der Absatz von E-Autos stieg zwar um 55 Prozent, doch die hohen Investitionen in Entwicklung, Batterien und Produktion drücken massiv auf die Marge. Der Konzernumsatz blieb 2025 den Angaben nach weitgehend stabil bei knapp 322 Milliarden Euro.
VW steigert E-Auto-Absatz deutlich
Weltweit beschäftigte VW 662.900 Mitarbeiter, 2,4 Prozent weniger als im Vorjahr. Bei den Absatzzahlen freut sich der Autokonzern über einen Anstieg um fünf Prozent in Europa und zehn Prozent in Südamerika. In Nordamerika verkaufte VW hingegen zwölf Prozent weniger Fahrzeuge, in China sechs Prozent weniger. Insgesamt verkaufte der Konzern knapp neun Millionen Fahrzeuge, nach etwas mehr als neun Millionen im Vorjahr. Der Anteil vollelektrischer Fahrzeuge stieg auf 22 Prozent vom Auftragsbestand. Im Absatz legten E-Autos um 55 Prozent zu.
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