HASEPOST ¦ Zeitung und aktuelle Nachrichten für Osnabrück
  • Osnabrück
  • Region Osnabrück
  • Deutschland & die Welt
  • Kultur
  • Sport
  • Meinung & Kolumne
.
Schneller lesen als man lesen kann: HASEPOST jetzt...
Verdacht auf Vogelgrippe: Zoo Osnabrück bleibt geöffnet
Warum einige Osnabrücker Kultureinrichtungen am 25. Februar geänderte...
Gewaltprävention und Demokratie: Neues Projekt des Zonta-Clubs Westfälischer...
Drei Osnabrücker Schulen gehen neue Wege bei der...
Mösers Meinung: Über den Niedergang der Osnabrücker Innenstadt
Ausrufezeichen im Aufstiegskampf: VfL Osnabrück schlägt RW Essen...
Klara Harhues präsentiert ihre Kunstwerke in Wallenhorst
Wie man sich in Osnabrück ab sofort über...
Wege in Ausbildung, Studium und Beruf: 4. beruf...
  • Impressum
  • Datenschutzerklärung
  • ✨ KI-Selbstverpflichtung
HASEPOST ¦ Zeitung und aktuelle Nachrichten für Osnabrück
  • Osnabrück
  • Region Osnabrück
  • Deutschland & die Welt
  • Kultur
  • Sport
  • Meinung & Kolumne
HASEPOST ¦ Zeitung und aktuelle Nachrichten für Osnabrück
HASEPOST ¦ Zeitung und aktuelle Nachrichten für Osnabrück
  • Osnabrück
  • Region Osnabrück
  • Deutschland & die Welt
  • Kultur
  • Sport
  • Meinung & Kolumne

© (1996) 2014 – 2026 osna.com GmbH
Impressum & Datenschutzerklärung.

Startseite AktuellVerleihung des Erich-Maria-Remarque-Friedenspreis oder: „Am Mittelmeer nichts Neues“
AktuellOsnabrück

Verleihung des Erich-Maria-Remarque-Friedenspreis oder: „Am Mittelmeer nichts Neues“

von Tatjana Rykov 29. November 2019
von Tatjana Rykov 29. November 2019
Wolfgang Griesert (r.) mit Abdilatif Abdalla.
18

Kolonialismus und Flüchtlingskrisen sind bis zum heutigen Tag Themen, die nichts an Aktualität verloren haben: Sie offenbaren den Unterschied zwischen Menschheit und Menschlichkeit. Ngũgĩ wa Thiong’o wurde heute mit dem Erich-Maria-Remarque-Friedenspreis ausgezeichnet. Der Verein „Sea-Watch e.V.“ erhielt einen Sonderpreis.

Zum 15. Mal verlieh die Stadt Osnabrück am 29. November 2019 den Erich-Maria-Remarque-Friedenspreis. Alle zwei Jahre werden hiermit Personen ausgezeichnet, die sich mit Themen des inneren und äußeren Friedens beschäftigen oder sich beispielhaft für Frieden, Humanität und Freiheit einsetzen. In diesem Jahr ging der Preis an den kenianischen Schriftsteller und Kulturwissenschaftler Ngũgĩ wa Thiong’o und ein Sonderpreis an den Verein „Sea-Watch“.

Geschichte und Sprache wiederentdecken

In einer feierlichen Preisverleihung wurde der kenianische Schriftsteller mit dem Friedenspreis ausgezeichnet. Da dieser aufgrund einer Erkrankung nicht persönlich erscheinen konnte, nahm Abdilatif Abdalla, ein persönlicher Freund die Auszeichnung wa Thiong’os entgegen. In den Augen der Jury stach er vor allem im Hinblick auf seine antikolonialistischen Themen, seinen Bezug auf traditionelle afrikanische Theater- und Erzählkunst sowie durch sein Eintreten für den Erhalt der Muttersprache als Identifikationsmerkmal heraus. „In Zeiten des Kolonialismus wurden Menschen unterworfen, so als seien keine Menschen sondern Dinge. Gelernt wurde nicht mehr die Muttersprache, sondern Englisch, Deutsch oder Französisch. Den Afrikanern wurde ihre eigene Muttersprache entzogen und damit auch fremd. Eine Dekolonisierung kann nur erfolgen, wenn ein Land in seine Geschichte zurückfindet und damit auch seine eigene Sprache wiederentdeckt“, erzählt Oberbürgermeister Wolfgang Griesert und spielt damit auf die Themenwahl wa Thiong’os an. Dieser versteht Kommunikation unter den Sprachen als friedensstiftendes Element und verfasst seine Publikationen seit 1984 nur noch in seiner Muttersprache, dem Gikuyu, und übersetzt sie anschließend ins Englische.

Die heiligen Drei Könige kommen im Rettungsboot

Neben dem Hauptpreis wurde ebenfalls ein mit 5.000 Euro dotierter Sonderpreis an den Verein „Sea-Watch“ verlieren. Damit soll ziviles Engagement zur Seenotrettung von Flüchtenden gewürdigt und in die Öffentlichkeit gerückt werden. „Not ist Not und das müssen wir erkennen. Würden die heiligen drei Könige in unserer Zeit leben, dann kämen sie im Rettungsboot“, folgert Prof. Dr. Heribert Prantl, Mitglied der Jury zur Vergabe des Erich-Maria-Remarque-Friedenspreises.

Leid wird zur Normalität

Der Verein tritt dafür ein, dass legale Flucht- und Einreisewege erschaffen werden und fordert eine gezielte Rettung in Seenot geratener Flüchtende durch die zuständigen europäischen Institutionen. Die ausschließlich durch Spenden finanzierte Initiative wird durch Freiwillige aus ganz Europa unterstützt und war bisher an der Rettung von weit über 37.000 Menschen beteiligt. Um auf die Notwendigkeit der Seenotrettung aufmerksam zu machen erzählt Johannes Bayer, Vorsitzender des Vereins Sea-Watch e.V., von Paul aus Afrika: „Es ist der erste Oktober 2018. Einer unserer Rettungstrupps findet Pauls Leiche, angespült am Strand. Ein Tweet wird abgesetzt. Die Medien berichten nicht. Am Mittelmeer nichts Neues.“

0 Kommentare 0 FacebookTwitterPinterestEmail
Tatjana Rykov

Tatjana Rykov startete im Sommer 2019 mit einem Praktikum bei der HASEPOST. Seitdem arbeitete sie als freie Mitarbeiterin für unsere Redaktion. Nach ihrem Bachelor in Geschichte und Soziologie an der Universität Osnabrück ist sie seit 2023 wieder fest im Redaktionsteam. Derzeit schließt sie ihren Fachmaster in Neuste Geschichte an der Uni Osnabrück ab. Privat trifft man sie oft joggend im Park oder an ihrer Staffelei.

vorheriger Artikel
Protected Bike Lane wird voraussichtlich nochmals deutlich teurer als ursprünglich geplant
nächster Artikel
Klimademo in Osnabrück – Viele Erwachsene dabei

das könnte Sie auch interessieren

Schneller lesen als man lesen kann: HASEPOST jetzt...

22. Februar 2026

Verdacht auf Vogelgrippe: Zoo Osnabrück bleibt geöffnet

22. Februar 2026

Warum einige Osnabrücker Kultureinrichtungen am 25. Februar geänderte...

22. Februar 2026

Gewaltprävention und Demokratie: Neues Projekt des Zonta-Clubs Westfälischer...

22. Februar 2026

Drei Osnabrücker Schulen gehen neue Wege bei der...

22. Februar 2026

Mösers Meinung: Über den Niedergang der Osnabrücker Innenstadt

21. Februar 2026

Ausrufezeichen im Aufstiegskampf: VfL Osnabrück schlägt RW Essen...

21. Februar 2026

Klara Harhues präsentiert ihre Kunstwerke in Wallenhorst

21. Februar 2026

Wie man sich in Osnabrück ab sofort über...

21. Februar 2026

Wege in Ausbildung, Studium und Beruf: 4. beruf...

21. Februar 2026


Aktuelle Artikel

  • Ex-Heeresinspekteur fordert deutsche Führungsrolle bei Europas Atomrüstung

    23. Februar 2026
  • Strafjustiz kollabiert: Norden und Westen besonders überlastet

    23. Februar 2026
  • Günther plant Zuckersteuer-Offensive über Bundesrat trotz CDU-Nein

    23. Februar 2026
  • Kassenärztechef fordert Abschaffung freiwilliger Kassenleistungen zur Kostensenkung

    23. Februar 2026
  • JU-Chef warnt CDU vor Aufweichung der Schuldenbremse

    23. Februar 2026


Impressum

  • Facebook
  • Twitter
  • Instagram

© (1996) 2014 – 2026 osna.com GmbH   ·   Impressum & Datenschutzerklärung   ·   Made with ♡ in Osnabrück.   ·  Unsere Partnerportale:
OSNA.dating Partnersuche   ·   Hilfethemen für die US Einreise mit dem ESTA.  ·   www.kfz-versicherung-trotz-schufa.com  


zurück nach oben
HASEPOST ¦ Zeitung und aktuelle Nachrichten für Osnabrück
  • Home3 demos
  • Politics
  • Economy
  • Sport
  • Culture
  • Technology
  • Region Osnabrück+ Kreis ST
  • Seite 3