Rechenzentren und KI-Infrastruktur geraten nach Einschätzung der Sicherheitsbehörden zunehmend ins Visier von Linksextremisten und ausländischen Akteuren. Betroffene Unternehmen müssten grundsätzlich mit Bedrohungen rechnen, die von Cyberangriffen bis zu physischen Sabotageakten reichen können, berichten Verfassungsschützer gegenüber der "Welt am Sonntag".
Verfassungsschutz warnt vor wachsender Bedrohung
Nach Informationen der „Welt am Sonntag“ nimmt das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) Rechenzentren und Infrastruktur für Künstliche Intelligenz verstärkt als mögliche Angriffsziele in den Blick. Das BfV warnt demnach, dass Unternehmen, die Künstliche Intelligenz entwickeln oder die dafür nötige Infrastruktur bereitstellen, grundsätzlich mit entsprechenden Bedrohungen rechnen müssten, wie die Zeitung berichtet.
Im Fokus stehen nach Einschätzung der Sicherheitsbehörden insbesondere zwei Gruppen: Linksextremisten und ausländische Akteure. Während Linksextremisten Rechenzentren zunehmend als Symbol digitaler Großkonzerne und des Ausbaus Künstlicher Intelligenz ins Visier nähmen, drohten durch fremde Mächte sowohl Cyberangriffe als auch physische Sabotageakte, zitiert die „Welt am Sonntag“ aus den Einschätzungen des BfV.
Linksextremistische Aufrufe und ausländische Akteure
Als aktuelles Beispiel nennt der Verfassungsschutz Brandenburg laut „Welt am Sonntag“ einen Aufruf gegen ein Großrechenzentrum in Brandenburg, der von der linksextremistischen Gruppe „Barrio“ stammen soll. Diese Gruppe wird im Zusammenhang mit der zunehmenden Fokussierung auf Rechenzentren als Symbol für digitale Großkonzerne genannt.
Gleichzeitig verweisen die Sicherheitsbehörden auf die Gefahr, dass ausländische Akteure nicht nur digital, sondern auch mittels physischer Angriffe versuchen könnten, Infrastruktur für Künstliche Intelligenz zu stören oder zu sabotieren. Cyberangriffe und physische Sabotageakte gelten demnach als zentrale Bedrohungsszenarien, wie die „Welt am Sonntag“ unter Berufung auf das BfV berichtet.
Herausforderungen beim Schutz in ländlichen Regionen
Den Behörden bereite vor allem der Schutz kritischer Infrastruktur außerhalb großer Ballungsräume Sorgen, hieß es laut „Welt am Sonntag“. Viele neue Rechenzentren entstehen demnach in ländlichen Regionen und gelten dort als vergleichsweise schwer zu sichern. Die räumliche Lage und die teilweise geringere Dichte an Sicherheits- und Einsatzkräften erschweren nach diesen Angaben den umfassenden Schutz der Anlagen.
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