Das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) warnt vor verstärkten Bemühungen des Irans, im Krieg mit Israel und den USA zerstörte Kapazitäten mithilfe illegaler Exporte aus Deutschland wieder aufzubauen. Deutschland stehe demnach als Hochtechnologiestandort im besonderen Fokus iranischer Beschaffungsaktivitäten, insbesondere beim Zugriff auf Dual-Use-Güter und Spitzentechnologien.
Warnung vor forciertem Wiederaufbau iranischer Anlagen
Das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) sieht die Gefahr, dass der Iran zerstörte Anlagen im Zusammenhang mit dem Krieg mit Israel und den USA mithilfe unerlaubter Importe aus Deutschland wiederherstellt. „Bei einem Fortbestehen der bisherigen Führung ist davon auszugehen, dass die Instandsetzung und der Wiederaufbau von Anlagen durch die illegale Beschaffung von Spitzentechnologien aus Europa und Deutschland forciert werden wird“, teilte die Behörde der „Welt am Sonntag“ mit.
Deutschland stehe als Hochtechnologiestandort im Fokus von iranischen Beschaffungsaktivitäten. „Hersteller und Lieferanten von Dual-Use-Gütern sind dabei besonders gefährdet, in proliferationsrelevante Geschäfte verwickelt zu werden“, heißt es aus der Behörde gegenüber der „Welt am Sonntag“. Als Proliferation bezeichnet man Bemühungen, Massenvernichtungswaffen herzustellen.
Hochtechnologie und Dual-Use-Güter im Visier
Im Fokus iranischer Beschaffungsbemühungen liegen laut dem deutschen Nachrichtendienst unter anderem Güter aus dem Bereich der Hochtechnologie, CNC-Maschinen, Epoxidharze, (explosionsgeschützte) Kleinstmotoren sowie Vakuumpumpen und Carbonfasern. Daneben sei der Iran weiterhin auf deutsche Dual-Use-Güter angewiesen, wie das Bundesamt der „Welt am Sonntag“ mitteilte.
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