In Hamburg haben Warnstreiks im öffentlichen Dienst begonnen, einen Tag vor der dritten Verhandlungsrunde im Tarifkonflikt der Länder. Verdi hat Beschäftigte mehrerer Bereiche zu ganztägigen Arbeitsniederlegungen aufgerufen, um den Druck vor den Gesprächen zu erhöhen. Weitere Warnstreiks sollen in Nordrhein-Westfalen, Berlin und Brandenburg folgen.
Verdi ruft zu ganztägigen Warnstreiks auf
Am Dienstag kommt es in Hamburg zu Warnstreiks im öffentlichen Dienst der Länder. Die Gewerkschaft Verdi ruft dort die Beschäftigten der Schulen, der Feuerwehr, der Verkehrsbetriebe, der Bezirksämter und anderer Behörden ganztägig zum Streik auf. Am Mittwoch sollen Warnstreiks in Nordrhein-Westfalen, Berlin und Brandenburg folgen.
Christine Behle, stellvertretende Verdi-Chefin, betonte mit Blick auf die anstehende Verhandlungsrunde die Bedeutung des gewerkschaftlichen Drucks. „Die entscheidende Runde mit den Ländern steht bevor – und es werden harte Verhandlungen, auch wenn die Arbeitgeber freundlich tun“, sagte sie laut Verdi. „Tatsächlich haben sie bislang nichts Zielführendes vorgebracht: viel zu lange Laufzeiten, kaum mehr als Inflationsausgleich beim Gehalt, Mini-Angebote für Auszubildende und Studierende – zu wenig. Wenn die Länder ein deutliches Signal brauchen, wie ernst es die Beschäftigten meinen, dann geben wir ihnen das gerne.“
Warnung vor Folgen für den öffentlichen Dienst
Sandra Goldschmidt, Landesbezirksleiterin von Verdi Hamburg, verwies auf die Folgen einer unzureichenden Personalausstattung. Ein überlasteter öffentlicher Dienst könne zwar kurzfristig Haushalte entlasten, untergrabe aber langfristig das Vertrauen in die Demokratie, erklärte sie. „Erreichbare Ämter, besetzte Schalter, ein Staat, der funktioniert, wenn Menschen ihn brauchen, bilden das Fundament einer starken Demokratie“, sagte sie laut Verdi. „Deshalb kämpfen wir für faire Löhne im öffentlichen Dienst.“
Forderungen der Gewerkschaft
Verdi fordert in der laufenden Tarifrunde nach eigenen Angaben sieben Prozent mehr Geld, mindestens aber 300 Euro. Außerdem will die Gewerkschaft 200 Euro monatlich mehr für Auszubildende, Studierende und Praktikanten durchsetzen. Zudem sollen die Zeitzuschläge um 20 Prozent erhöht werden, so Verdi.
✨ mit KI bearbeitet