Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi verlangt vor der vierten Verhandlungsrunde Nachbesserungen beim Arbeitgeberangebot. Besonders die Laufzeit des Tarifvertrags stehe in der Kritik, wie Verhandlungsführerin Sylvi Krisch am Mittwoch betonte.
Arbeitgeber bieten 5,1 Prozent bei 18 Monaten Laufzeit
Der Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe (ZDS) hatte in der dritten Runde Lohnerhöhungen von 5,1 Prozent rückwirkend ab dem 1. August 2026 angeboten. Zudem sollte es eine Mindesterhöhung von 1,20 Euro pro Stunde geben, bei einer Vertragslaufzeit von 18 Monaten.
Verdi fordert 8,2 Prozent und kürzere Laufzeit
Verdi hingegen verlangt eine Erhöhung der Stundenlöhne um 8,2 Prozent, mindestens aber 2,50 Euro pro Stunde. Die Gewerkschaft besteht auf einer Laufzeit von zwölf Monaten.
"Die Rückmeldungen der Kollegen waren eindeutig: Das Angebot reicht nicht aus", sagte Sylvi Krisch, Verhandlungsführerin von Verdi, am Mittwoch gemeinsam mit Francisca Bier. Besonders die Laufzeit des Tarifvertrags müsse nachgebessert werden, was auch bei den Warnstreiks der vergangenen Woche deutlich geworden sei.
Vierte Verhandlungsrunde am Mittwoch
Nach den Warnstreiks hatten die Arbeitgeber am Montag den Termin für die vierte Verhandlungsrunde am heutigen Mittwoch vorgeschlagen.