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Startseite Deutschland & die WeltVerdi-Chef wirft Familienunternehmern gefährliche Annäherung an AfD vor
Deutschland & die Welt

Verdi-Chef wirft Familienunternehmern gefährliche Annäherung an AfD vor

von mit Material von dts Nachrichtenagentur, bearbeitet 27. November 2025
von mit Material von dts Nachrichtenagentur, bearbeitet 27. November 2025
Demo des Unternehmerverbandes "Die Familienunternehmer" (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur
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Verdi-Chef Frank Werneke und der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) haben den Verband „Die Familienunternehmer“ für dessen Umgang mit der AfD scharf kritisiert. Auslöser ist ein „Parlamentarischer Abend“, zu dem der Unternehmerverband erstmals AfD-Vertreter eingeladen hatte. Die Gewerkschaften warnen vor einer Annäherung der Wirtschaft an rechtsextreme Kräfte und verweisen auf historische Erfahrungen.

Kritik an „Die Familienunternehmer“ und Umgang mit der AfD

Der Vorsitzende der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, Frank Werneke, wirft dem Unternehmerverband „Die Familienunternehmer“ unter Präsidentin Marie-Christine Ostermann vor, „schon seit geraumer Zeit durch immer radikaler werdende Positionen“ aufzufallen. „Nun droht der Verband endgültig nach rechts abzudriften“, sagte Werneke den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Donnerstagausgaben).

Der Verband der Familienunternehmer hatte im Oktober zu einem „Parlamentarischen Abend“ erstmals Vertreter der AfD eingeladen und damit eine Debatte ausgelöst. Manche Äußerungen bezeichnete Werneke gegenüber den Funke-Zeitungen als „irritierend“ und forderte die Wirtschafts- und Arbeitgeberverbände auf, sich zu positionieren. Die AfD sei „zutiefst antidemokratisch, ihre Politik gefährdet den Wirtschaftsstandort Deutschland und den Zusammenhalt in Europa“, sagte Werneke den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

Historische Bezüge und Warnung vor Rechtsdrift

Der Verdi-Chef zog in den Funke-Zeitungen einen historischen Vergleich: „Die Geschichte mahnt, wie wichtig eine klare Abgrenzung der Wirtschaft gegenüber Rechtsextremen ist. Das Geheimtreffen von Adolf Hitler mit Industrievertretern am 20. Februar 1933 zur Unterstützung der NSDAP war ein Markstein auf dem Weg zum Ende der Demokratie. Also: Wehret den Anfängen!“

Auch Anja Piel, Vorstandsmitglied im Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB), lehnte gegenüber den Funke-Zeitungen jegliche Interaktion mit der AfD ab. „Wer glaubt, damit demokratische Parteien wirtschaftspolitisch unter Druck setzen zu können, spielt mit dem Feuer und ignoriert die Lehren aus der Geschichte. Das Einreißen der Brandmauer nach rechts gefährdet nicht nur unsere Demokratie, sondern das Ansehen und die Anschlussfähigkeit Deutschlands mit unkalkulierbaren Risiken auch für den Wirtschaftsstandort“, sagte Piel den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

Forderung nach „Brandmauer“ und Bekenntnis zur Demokratie

Die Gewerkschafterin warnte in den Funke-Zeitungen davor, dass Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen nicht mehr arbeitsfähig seien, sollte die AfD Deutschland abschotten. „Wir fordern deshalb die im Verband organisierten Unternehmen auf, unmissverständlich Stellung für die Brandmauer zu beziehen. Für die Verteidigung der Demokratie braucht es statt Gesprächen mit Verfassungs- und Demokratiefeinden klare Kante“, sagte Piel.

Der DGB erwarte laut Piel in den Funke-Zeitungen ein geschlossenes Bekenntnis zur Demokratie: „Unternehmerfamilien stehen in einer besonderen historischen Verantwortung, auch deshalb, weil Verstrickungen deutscher Unternehmen mit den Nationalsozialisten Jahrzehnte der historischen Aufarbeitung des Unrechts gekostet haben.“

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mit Material von dts Nachrichtenagentur, bearbeitet

Dieser Artikel wurde mit Material der Nachrichtenagentur dts erstellt, kann jedoch durch unsere Redaktion ergänzt oder aktualisiert worden sein.

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