Die Konsumlaune der Deutschen hat sich im November 2026 nur minimal verschlechtert. Der Konsumklimaindex fiel um 0,2 Punkte auf -30,8. Während die Konjunkturerwartungen erstmals seit langem wieder positiv sind, bleiben Einkommens- und Anschaffungsneigung schwach. Höhere Inflationserwartungen belasten die Stimmung zusätzlich.
Gemischte Signale trotz leichter Besserung
Die Verbraucherstimmung in Deutschland zeigt im November 2026 ein widersprüchliches Bild. Der Konsumklimaindex sank um 0,2 Punkte auf -30,8 und liegt damit deutlich unter dem Vorjahreswert von -22,5 Punkten. Zwar hellten sich die Konjunkturerwartungen zum sechsten Mal in Folge auf und erreichten mit 2,1 Punkten erstmals seit Ausbruch des Irankriegs wieder einen positiven Wert. Dennoch trüben sich die Einkommenserwartungen weiter ein.
Nach einem starken Einbruch im Vormonat gingen die Einkommenserwartungen im November trotz gestiegener Inflationsrate nur leicht um 0,7 Punkte auf -15,7 zurück. Eine deutliche Erholung wie im Mai 2026 nach Einführung des Tankrabatts blieb aus. Rolf Bürkl vom NIM sagte: “”Die Verbraucher blicken zwar zunehmend optimistischer auf die wirtschaftliche Entwicklung, doch beim Blick in den eigenen Geldbeutel überwiegt weiterhin die Skepsis”.”
Inflation und Sparneigung prägen die Entwicklung
Die Sparneigung der Verbraucher sank im November um 4,3 Punkte auf 17,2, blieb aber auf hohem Niveau. Die Anschaffungsneigung verschlechterte sich dagegen weiter leicht um etwas über einen Punkt auf 11,9. Höhere Preiserwartungen dürften dabei eine Rolle spielen: Der Preisindikator stieg und lag im positiven Bereich, was darauf hindeutet, dass die Verbraucher wieder mit einer höheren Inflation rechnen.
Die Inflationsrate hatte im September mit 3,3 Prozent den höchsten Wert seit Dezember 2023 erreicht, bedingt durch höhere Kraftstoffpreise. Bürkl erklärte, dass die Verbraucher trotz sinkender Sparneigung wegen wachsender Inflationssorgen und verhaltener Einkommensaussichten zurückhaltend bei größeren Anschaffungen bleiben. ""Auch der Tankrabatt sorgt offenbar nicht für die erhoffte Erleichterung. Die Hoffnung auf einen wirtschaftlichen Aufschwung ist da, aber die Bereitschaft, mehr Geld auszugeben, zieht bislang noch nicht mit.""